Die aktuelle betriebliche Lage im bayerischen Schienennetz gestaltet sich wie folgt. Aufgrund neuer aufkommender Sturmböen und Schneefall ist die Situation weiter angespannt.  

Zugverkehr Bundesweit Weiterhin Beeintraechtigt 1

Stand 10 Uhr


S-Bahn München: 
S7: Baierbrunn – Wolfratshausen -> Busnotverkehr  
S6:   Gauting – Tutzing -> Busnotverkehr 
Für diese Strecken kann unter Umständen bis zum Nachmittag eine Freigabe erfolgen. 

S3: Im Bereich Deissenhofen-Solln ist nur eingleisiger Betrieb möglich, es kommt zu Verspätungen.  
Für diese Schadenstelle wird am Abend mit einer Störungsbeseitigung gerechnet. 

Im Werdenfelsnetz kann südlich von Weilheim (rund um Murnau, Garmisch-Partenkirchen) kein Zugverkehr stattfinden. 


Im Allgäu kann südwestlich von Buchloe, aber auch in den Bereichen rund um Kempten sowie Hergatz-Lindau kein Zugverkehr stattfinden. Ebenso kann die Bahn zwischen Günzburg und Mindelheim aktuell nicht fahren. 

In Nordbayern und Franken kann der Zugverkehr wieder uneingeschränkt stattfinden. 

Im Netz der Südostbayernbahn sind einzelne Streckenabschnitte östlich und südlich des Mühldorfer Liniensterns noch wegen Sturmschäden blockiert. Nähere Details siehe www.suedostbayernbahn.de

Seit gestern arbeiten rund 500 Einsatzkräfte der Bahn an der Beseitigung von 100 Störstellen. Diese sind kleinteilig in ganz Südbayern und vor allem dem Allgäu verteilt, außerdem in Hochlagen von Franken. Aktuell finden auf den von Sturmschäden betroffenen Streckenabschnitten Erkundungsfahrten statt. Dabei wird in langsamer Fahrt mit einem Zug ohne Fahrgäste die Strecke geprüft. Außerdem sind dabei Fachkräfte mit Kettensägen und Werkzeug an Bord, um ggf. ad hoc umgestürzte Bäume und Äste freischneiden zu können. Wenn die Oberleitungen beschädigt sind, muss in der Regel mit schweren Fahrzeugen, sogenannten Turmtriebwagen, die Oberleitung repariert sind. 

In Bayern sind seit gestern sieben Turmtriebwagen in den Sturmgebieten ununterbrochen im Einsatz. Diese Spezialfahrzeuge haben eine vollständige Werkstatt an Bord und sind mit sechs bis zehn Fachleuten pro Schicht besetzt. Die Schadstellen befinden auf eingleisigen Regionalstrecken, oftmals in vom Straßenverkehr abgelegenen Bereichen. Darum können auch nicht mehr Fahrzeuge an einzelnen Stellen gleichzeitig eingesetzt werden.