Beim Versuch, den Lech bei der Firnhaberau zu durchschwimmen, wurden zwei junge Männer im Alter von 16 Jahren am 2. Juni abgetrieben. Während sich einer der beiden noch ans Ufer retten konnte, wird der Zweite trotz aufwändiger Suche noch vermisst. Jetzt ist die Vermutung trauriger Gewissheit gewichen. Er wurde tot in einem Wasserkraftwerk am Lechkanal in Gersthofen gefunden.

Die zwei Jugendlichen waren kurz vor 16.00 Uhr auf Höhe der „Griesle Kleingartenanlage“ trotz des relativ hohen Wasserstandes in den Lech zum Schwimmen gegangen. Wegen der hohen Strömung wurden beide dann aber offensichtlich abgetrieben.

Während sich einer der Beiden noch ans Ufer retten konnte, gelang dies seinem Begleiter offensichtlich nicht. Auf Höhe des Zusammenflusses von Wertach und Lech konnten Spaziergänger noch Hilferufe vernehmen. Bei einer großangelegten Suche durch Wasserrettungskräfte und der Polizei wurde der Lech auf eine Länge von etwa 20 Kilometern bis Ellgau abgesucht.

Es wurden Boote, Taucher und ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Letztendlich musste die Suche aber gegen 18.30 Uhr ergebnislos eingestellt werden. Die Eltern des Vermissten werden durch ein Kriseninterventionsteam betreut.

Die Kriminalpolizei Augsburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Jetzt besteht auch traurige Gewissheit

Am 10.06.2019, gegen 05:40 Uhr, fand ein Mitarbeiter des Wasserkraftwerks am Lechkanal in Gersthofen einen männlichen Leichnam im Bereich der Rechenanlagen. Kriminalpolizeiliche Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Verstorbenen um den seit dem 02.06.2019 vermissten Jugendlichen handelt. Am Unfallgeschehen, das zum Ertrinkungstod des 16-Jährigen führte, bestehen keine Zweifel.