Süßes oder Saures – Aktion der PI Friedberg zum Schulstart nach den Ferien

 Zum Schulstart nach den Winterferien ist auch die Polizei wieder vor Schulen und Kindergärten stark präsent. Dabei gilt es vor allem die Kinder als schwächste Verkehrsteilnehmer noch besser zu schützen.
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Verkehrspolizei vor der Friedrich-Ebert-Schule Augsburg

Nach wie vor zählt Geschwindigkeit zu den häufigsten Unfallursachen, gerade bei Unfällen mit schweren Folgen. Kinder, ob als Fußgänger oder Radfahrer, gelten dabei als eine der schwächsten Verkehrsteilnehmer.

Die Polizeiinspektion Friedberg plante deswegen die Aktion „Süßes oder Saures“ und wurde heute ab 07.30 Uhr von einer fünften Klasse des Friedberger Gymnasiums tatkräftig unterstützt. Dabei wurde die Geschwindigkeit von Fahrzeuge gemessen, die vor dem Gymnasium unterwegs waren. Im Anschluss hielten Polizeibeamte die Verkehrsteilnehmer an.

Die meisten Verkehrsteilnehmer hielt sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 km/h. Die Schüler bedankten sich persönlich und überreichten Süßigkeiten als „Belohnung“.
Es gab aber auch Fahrzeuge, die unmittelbar vor der Schule zu schnell unterwegs waren. Die Fahrerinnen und Fahrer wurden von den Kindern direkt mit ihrem Verhalten konfrontiert. „30km/h geht gerade noch, alles was schneller ist, ist nicht mehr in Ordnung, weil Sie einen längeren Bremsweg haben. Für uns ist das gefährlich. Wir sind nämlich hier auf unserem Schulweg unterwegs und müssen dabei auch die Straße überqueren“ so ein 11-jähriger Schüler gegenüber einem Autofahrer. Als „Denkzettel“ wurde anschließend eine Zitronenscheibe überreicht, in die hineingebissen werden sollte. Diese besondere Art der Verwarnung wurde ausnahmslos von den Verkehrsteilnehmern akzeptiert.

Darüber hinaus kontrollierten die Beamten auch die Einhaltung des Haltverbots im Bereich der Schule, an das sich häufig auch sog. „Elterntaxis“ nicht halten. Dadurch wird unter anderem das Überqueren der Straße für Kinder durch beeinträchtigtes „Sehen und gesehen werden“ erschwert.

Insgesamt zieht die Polizei ein positives Fazit. Nicht nur bei Schülerinnen und Schülern kam die Aktion gut an, sondern vor allem auch bei den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern. So soll die Aktion helfen, auf die wichtige Bedeutung eines sicheren Schulwegs aufmerksam zu machen und dabei an die Einhaltung der Verkehrsregeln zu appellieren.

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Vorbildlich hat sich diese Verkehrsteilnehmerin verhalten

Auch die Verkehrspolizei Augsburg ist über die gesamte Woche an Schulen im Bereich Königsbrunn, Bobingen, Gersthofen und Augsburg präsent und überwacht den dortigen Straßenverkehr. Dabei wird die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit überprüft sowie ganzheitliche Kontrollen durchgeführt.

Der bisherige Spitzenreiter war ein Verkehrsteilnehmer, der mit 60 km/h doppelt so schnell wie die erlaubt unterwegs war. Zudem fielen mehrere Radfahrer auf, die ohne Licht und/ oder entgegen der Fahrtrichtung fuhren. Beides kann ebenfalls zu gefährlichen Situationen führen. Wiederholt wurden auch Kinder in Fahrzeugen ohne den vorgeschriebenen Kindersitz festgestellt.
Aber auch über die Aktionen hinaus wird die Polizei in ganz Nordschwaben ganzjährig ein ganz besonderes Augenmerk auf die Schulwegüberwachung haben. So ist die Polizei regelmäßig im Bereich von Kindergärten und Schulen präsent und führt dort auch entsprechende Kontrollen durch – nicht nur zum Schulstart nach den Ferien.

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