In der Oberpfalz wurden seit dem Frühjahr Buntmetalldiebstähle auf den Friedhöfen in Amberg, Wiesau und Vohenstrauß verzeichnet. Mehrere Polizeidienststellen arbeiteten zusammen und erzielten einen ersten Ermittlungserfolg. Ein Verdächtiger befindet sich seit Mitte September in Untersuchungshaft und muss sich gemeinsam mit anderen wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Bei einem Pressegespräch Mitte Dezember informierte die Polizei über den aktuellen Ermittlungsstand.
Im März, August und September waren die Friedhöfe in Vohenstrauß, Amberg und Wiesau das Ziel von Dieben, die Grabschmuck entwendeten. Dank Unterstützung der Bevölkerung, intensiver Arbeit der Fahndungsdienste und Ermittlungen der Kriminalpolizei aus Amberg und Weiden sowie der Polizei Vohenstrauß konnte ein Verdächtiger gefasst werden.
Bei der Verkehrsüberwachung durch die Polizei Weiden wurden Mitte September mehrere Personen überprüft, die im Verdacht stehen, Buntmetall gestohlen zu haben. Noch während der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Friedhof in Wiesau angegriffen wurde und die Personen, die rumänischer Staatsangehörigkeit sind, in Verbindung damit stehen könnten. Für einen 36-Jährigen wurde Untersuchungshaft angeordnet, da er verdächtigt wird, an den Diebstählen beteiligt zu sein. Die Staatsanwaltschaft Weiden, die den Haftbefehl beantragte, beabsichtigt, die Ermittlungen in allen drei Fällen zu bündeln.
Beim Pressegespräch der beteiligten Behörden erklärte Klaus Schuster aus der Polizeiinspektion Tirschenreuth, dass sich die Geschädigten in Wiesau über die Rückgabe des Grabschmucks freuen, dennoch über das pietätlose Vorgehen auf den Friedhöfen erschüttert bleiben.
Der Leiter der Kriminalpolizei Weiden, Kriminaloberrat Schieder, dankte für die professionelle und bereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Oberpfälzer Polizei. Schieder hob hervor, dass alle verfügbaren polizeilichen Maßnahmen aus dem Bereich Kontrolle, Fahndung und Ermittlung umfassend genutzt wurden.

