Verspätungen gehören im Flugverkehr zur Tagesordnung. Jedes Jahr sind Tausende von Flügen in Europa verspätet. Dennoch klagen bisher nur wenige Fluggäste eine Entschädigung ein. Und das, obwohl das Reiserecht der EU sehr kundenfreundlich ist. Fluggesellschaften sind nämlich verpflichtet, Passagiere für verpasste Flüge zu entschädigen.

Die Höhe der Entschädigung hängt von der Dauer der Verspätung und der Entfernung des Fluges ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Fluggesellschaften Reisende entschädigen, die ihren Flug aufgrund von Verspätungen oder Annullierungen verpasst haben. Einige Fluggesellschaften bieten Gutscheine für zukünftige Reisen an, während andere Fluggesellschaften Gutscheine für Essen und Hotels anbieten. Davon unabhängig kann jedoch auch einfach die Entschädigung nach EU-Gesetz in Höhe von bis zu 600 Euro beantragt werden.
Fakten zur Entschädigung nach EU-Fluggastrecht
Wenn Sie ein Reisender sind, der von einer Flugverspätung betroffen war, sollten Sie wissen, dass seit 2004 die EU-Fluggastrechteverordnung in Kraft ist. Diese Verordnung ermöglicht es Reisenden, eine Entschädigung für Verspätungen und Annullierungen von Flügen sowie für andere Situationen zu erhalten, in denen sie durch das Verschulden der Fluggesellschaft Unannehmlichkeiten erlitten haben.
Die Verordnung sieht vor, dass Fluggäste bei einer Annullierung oder Verspätung von mehr als drei Stunden eine Entschädigung von mindestens 250 Euro pro Person erhalten sollen. Die Höhe des Geldes hängt von der Entfernung des Fluges und der Verspätung oder Annullierung des Fluges ab. Bei größeren Entfernungen steigt die Höhe der Entschädigung proportional an.
Wie funktioniert der Vergütungsprozess?
Der Entschädigungsprozess kann kompliziert und frustrierend sein. Fluggesellschaften sind nicht verpflichtet, Reisende zu informieren oder Ihnen dabei zu helfen, Ihre Entschädigung zu bekommen. Wer sie nicht korrekt beantragt, kann durchaus auf Probleme stoßen. Fluggesellschaften müssen vor Ort Hilfe leisten, wenn Reisende ihren Flug aufgrund verpassen oder stark verspätet sind. Bei der Auszahlung von Entschädigungen sind Fluggesellschaften aber in aller Regel weniger hilfreich.
Wie wichtig es ist, Ihre Rechte als Passagier zu kennen?
Um selbst eine Entschädigung zu beantragen, ist es unerlässlich, dass Sie als Reisender Ihre Rechte kennen und sicherstellen, dass Sie entsprechend den Bestimmungen der EU-Fluggastrechteverordnung behandelt werden. Wenn Sie nicht über dieses Wissen verfügen, empfiehlt es sich einen Inkassoanbieter für das Flugreiserecht zu beauftragen. Der bekannteste dieser Anbieter in Deutschland ist die Firma Flightright aus Berlin.
Was bedeutet ein Inkassoauftrag gegen die Fluglinie?
Wendet sich ein neuer Kunde mit seinem Fall an Flightright, wird der Anspruch automatisch geprüft. Wenn der Kunde sich anschließend dazu entscheidet, den Auftrag an Flightright zu vergeben, muss er lediglich die Daten seines Boarding Passes eingeben und schon übernimmt Flightright. Ein Inkassoauftrag gegen die Fluggesellschaft bedeutet, dass die Fluggesellschaft zur Zahlung der Entschädigung angemahnt wird. Das besondere dabei ist, dass Flightright auch mit weiteren rechtlichen Schritten drohen kann, was die Zahlungsmoral der Fluglinien entscheiden verbessert.
Wie stehen die Chancen?
Wenn geklagt wird, ist Flightright ein gefürchteter Gegner vor Gericht. Die Chancen auf eine Entscheidung zugunsten der geschädigten Kunden liegen bei 90 %. Die Entschädigung zu erhalten ist anschließend denkbar einfach, da sie direkt auf das Konto überwiesen wird. Zwar kann es manchmal eine Weile dauern, dafür ist nach dem ersten Auftrag praktisch kaum weiterer Papierkram erforderlich.


