In unserer Region findet an manchen Orten zu Ehren des Heiligen Leonhard ein Pferdeumzug, der sogenannte Leonhardiritt statt. Der größte und wohl älteste Umzug dieser Art in Deutschland fand gestern wieder in Inchenhofen (Kreis AichachFriedberg) statt.

Tausende kamen trotz des Regens nach Inchenhofen | Foto: Dominik Mesch

 

Es ist eine schöne Tradition, die gestern wieder Tausende in die Marktgemeinde Inchenhofen gelockt hatte. Trotz strömendem Regen kamen nach Veranstalterangaben wieder rund 5.000 Menschen zum traditionellen Leonhardiritt. Mit Staatssekretär Johannes Hintersberger, Landrat Klaus Metzger, und den Abgeordneten Ulrich Lange, MdB und Peter Tomaschko, MdL hatte sich auch einiges an Politprominenz daruntergemischt.

Trotz der schlechten Wetterbedingungen bekamen die zahlreichen Besucher wieder einen imposanten Umzug zu sehen. Deutlich über 100 Pferde, festlich geschmückte Kutschen und Motivwagen, die das Leben des Heiligen Leonhard nacherzählten wurden gezeigt. Leonhardiritte gibt es gerade im bayerischen Raum einige, doch der in „Leahad“ (Inchenhofen) ist wohl der älteste, sicher aber einer der schönsten.

Der Heilige Leonhard

Leonhard galt ursprünglich als der Patron der Gefangenen und wird deshalb auch als Kettenheiliger bezeichnet. Besondere Verehrung wurde ihm ab dem 11. Jahrhundert in Altbayern zuteil wo er als Nothelfer angesehen wird, vor allem aber als Schutzpatron für das Vieh, insbesondere für die Pferde. Der Volksmund verlieh ihm die Beinamen „bayerischer Herrgott“ oder „Bauernherrgott“. Der heilige Leonhard wird von Bauern, Stallknechten, Fuhrmannsleuten, Schmieden und Schlossern, sowie Obsthändlern und Bergleuten angerufen. Er gilt auch als Helfer von Wöchnerinnen, bei Kopfschmerzen sowie Geistes- und Geschlechtskrankheiten.

Die Fotos zum Leonhardiritt von Presse Augsburg-Redakteur Dominik Mesch