Die Bundesanwaltschaft hat drei Iraker wegen Terrorverdachts angeklagt. Die Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg sei bereits am 5. August erhoben worden, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit. Die Angeschuldigten Shahin F. und Hersh F. seien hinreichend verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet und in diesem Zusammenhang gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben. Generalbundesanwalt, über dts Nachrichtenagentur

Des Weiteren sei der Angeschuldigte Sarkawt N. hinreichend verdächtig, ihnen zu der Vorbereitung der Gewalttat Hilfe geleistet zu haben. Ende November 2018 hatten sich Shahin F. und Hersh F. laut Bundesanwaltschaft dazu entschlossen, in Deutschland einen islamistisch motivierten Anschlag zu verüben. Sie hatten demnach spätestens Anfang Dezember mit den Vorbereitungen begonnen.

Dabei sollen sie über das Internet in Kontakt zu zwei im Ausland aufhältigen, ebenfalls islamistisch gesinnten, Personen gestanden haben, die ihnen logistische Unterstützung für das Anschlagsvorhaben zusagten und sie bei der Herstellung eines Sprengsatzes mittels Schwarzpulver anleiteten. Ende Dezember hatten die beiden Beschuldigten nach Angeben der Ermittler erste Sprengversuche mit Schwarzpulver aus Silvesterböllern unternommen. Parallel zu den Bemühungen um die Herstellung eines Sprengsatzes sollen die beiden Angeschuldigten sich entschieden haben, bei ihrem Anschlagsvorhaben zusätzlich eine Schusswaffe zu verwenden. Sarkawt N. sollte sich um die Beschaffung der Schusswaffe kümmern, so die Karlsruher Behörde.