Bis zu eintausend Arbeitsplätze drohen bei Premium Aerotec in Augsburg wegzufallen. Der SPD-Haushaltsexperte Harald Güller fordert nun von der Staatsregierung die Wirtschaftsraum Augsburg zu stärken. Unter anderem bringt er die Region auch als Standort für eine zukünftige Batteriezellen-Fabrik oder gar die Tesla-Gigafactory ins Spiel.

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Foto: Dominik Mesch

„Bei Premium Aerotec stehen bis zu eintausend Arbeitsplätze auf dem Spiel und die Bayerischen Staatsregierung kündigt vollmundig Hilfe an, ohne Geld im Haushalt zu verankern, mit dem die Luft- und Raumfahrt in Bayern gestärkt werden könnte“, bringt es der Augsburger Landtagsabgeordnete Harald Güller auf den Punkt. Gespräche alleine werden aber wenig nützen, meint der SPD-Haushaltsexperte und verweist auf die laufenden Beratungen zum Doppelhaushalt: „Bis 16. Mai besteht für Söder und Aiwanger noch die Möglichkeit im Doppelhaushalt finanziell die Weichen dafür zu stellen, dass mehr als bisher vorgesehen in die Zukunft des Freistaates als Luft- und Raumfahrtstandort investiert wird.“

„Freistaat muss Druck ausüben“

Der drohende Stellenabbau betrifft nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die direkt bei Premium Aerotec arbeiten, sondern auch diejenigen, die bei den Zulieferbetrieben beschäftigt sind und hätte erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Augsburg. Der Freistaat müsse Druck auf den Bund ausüben, der elf Prozent Anteile der Airbus-Group hält und damit Einfluss auf die anderen Miteigentümer nehmen könne, fordert Harald Güller.

Eine weitere Schwierigkeit sieht er im möglichen Brexit. Welche Konsequenzen könnte ein „ungeordneter Austritt“ Großbritanniens aus der EU auf den Standort Augsburg haben? Schließlich werden im Vereinigten Königreich derzeit eine ganze Reihe von Komponenten gefertigt. Das müsse zwischen Staatsregierung und Premium Aerotec bzw. der Airbus-Group besprochen werden.