Testzentrum Hirblingen | Landratsamt Augsburg steht fest hinter beauftragtem Unternehmen Ecolog

Das Corona-Testzentrum des Landkreises Augsburg im Gersthofer Stadtteil Hirblingen ist seit dem 3. September in Betrieb. Mit dem operativen Betrieb ist, wie mehrfach berichtet, das international tätige Unternehmen Ecolog beauftragt. Täglich lassen sich in Hirblingen zwischen 100 und 150 Personen per Rachenabstrich auf das Coronavirus testen. Die Professionalität des von Ecolog eingesetzten Personals, das vor Ort von Ärzten eingewiesen und angeleitet wird, war in regionalen und überregionalen Medienberichten unlängst stark angezweifelt worden.2020-09-03-Testzentrum_jr-16 Testzentrum Hirblingen | Landratsamt Augsburg steht fest hinter beauftragtem Unternehmen Ecolog Gesundheit Landkreis Augsburg News Newsletter | Presse Augsburg

„Wir sind seit dem Eröffnungstag des Testzentrums täglich zu unangekündigten Routinekontrollen vor Ort und haben am gestrigen Donnerstag zusätzlich eine medizinisch-fachliche Prüfung des Abstreichvorgangs vollzogen“, erklärt Landrat Martin Sailer. Zu keinem Zeitpunkt habe es einen Grund zur Beanstandung hinsichtlich der Arbeitsweise der Beschäftigten von Ecolog gegeben. Auch Mitarbeiter des Landratsamts hätten sich dem Abstrich unterzogen, um sich von dessen fachgerechter Durchführung zu überzeugen. „Wir konnten bei jeder unserer bisherigen Kontrollen uneingeschränkt feststellen, dass unser Dienstleister die vom Freistaat eingeforderte Leistungsbeschreibung der Testzentren vollumfänglich und hochprofessionell in unserem Auftrag erfüllt und den Besuchern offen und hilfsbereit begegnet“, so der Landrat. „Wir stehen fest hinter unserem Dienstleister, der in Hirblingen, wo wir es als Auftraggeber aus erster Hand beurteilen können, für einen reibungslosen Betrieb unserer Abstreichstelle sorgt“, erklärt Sailer weiter.

Landratsamt drängt auf Nachbesserung bei Ergebniszustellung

Nachbesserungsbedarf gibt es hingegen bei der pünktlichen Zustellung der Testergebnisse an die abgestrichenen Personen. „Ecolog hat uns vertraglich zugesichert, die Laborbefunde spätestens 36 Stunden nach dem Abstrich zuverlässig an die Probanden zuzustellen“, erklärt Sailer. Der Landkreis als Auftraggeber habe dieses Versprechen an seine Bevölkerung weitergegeben. „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die länger als vereinbart auf ihre Ergebnisse warten mussten, um Verzeihung und Nachsicht“, so der Landrat. Denn derzeit komme es durch die schlagartige Inbetriebnahme der bayernweiten Testzentren zu Beginn des Monats flächendeckend zu Engpässen hinsichtlich der Laborkapazitäten, die sich auch bei den im Landkreis vorgenommenen Tests bemerkbar machten. Von diesem Umstand ist nicht nur das Unternehmen Ecolog, sondern auch andere Anbieter und teilweise auch staatliche Gesundheitsämter betroffen. „Das Landratsamt steht mit Ecolog im engen Austausch, um für die Abarbeitung der im Landkreis abgestrichenen Proben baldmöglichst eine zuverlässige und stabile Routine zu erreichen“, erklärt Sailer.