Theater Augsburg | Brechtbühne wird ab jetzt zurückgebaut – Im Ofenhaus werden etliche Teile weiterverwendet

Für den Rückbau des Schauspiel-Provisoriums an der Kasernstraße sind rund acht Wochen veranschlagt. Spätestens im November müssen alle wiederverwendbaren Teile im Ofenhaus auf dem Gaswerk-Gelände wieder eingebaut sein. Dort entsteht die zweite Interimsspielstätte des Theaters während der Sanierungszeit.

18_06_27_Brechtbühne-wird-zurückgebaut_Außenfassade_Foto-Nikolas-Hagele Theater Augsburg | Brechtbühne wird ab jetzt zurückgebaut - Im Ofenhaus werden etliche Teile weiterverwendet Augsburg Stadt Kunst & Kultur News Behelfsbrücken brechtbühne Gaswerk Augsburg Ofenhaus Theater Augsburg | Presse Augsburg
Die Außenfassade kann nicht wiederverwendet werden | Foto: Nikolas Hagele

Für die Brechtbühne an der Kasernstraße ist der letzte Vorhang gefallen. Innerhalb von zwei Monaten wird der Containerbau zurück- und wiederverwendbare Einrichtungsteile ausgebaut. Diese werden für das Schauspiel im Ofenhaus auf dem GaswerkGelände, der zweiten Interimsspielstätte des Theaters nach dem
Martini-Park, gebraucht. Unter anderem wird die komplette Zuschauertribüne auf die schmaleren Maße des Ofenhauses angepasst und wieder eingebaut. Ebenso wird mit der Obermaschinerie samt verfahrbarer Brücke verfahren.

Auch die Ton- und Medientechnik samt Bühnenbeleuchtung, Bühnenböden und Schließanlage wird aus der Brechtbühne abtransportiert und im Ofenhaus neu installiert. Schließlich muss die Klimatechnik noch in einer aufwendigen Aktion mit einem Kran vom Dach geholt werden, bevor sie auf dem Anbaudach
des Ofenhauses wieder eingepasst wird.

18_06_27_Brechtbühne-wird-zurückgebaut_Zuschauerraum_Foto-Nikolas-Hagele Theater Augsburg | Brechtbühne wird ab jetzt zurückgebaut - Im Ofenhaus werden etliche Teile weiterverwendet Augsburg Stadt Kunst & Kultur News Behelfsbrücken brechtbühne Gaswerk Augsburg Ofenhaus Theater Augsburg | Presse Augsburg
Einige Teile finden eine neue Verwendung im Ofenhaus | Foto: Nikolas Hagele

Zurück bleiben allerdings die stilisierte rote Vorhang-Fassade der Brechtbühne und die Fassadenhülle samt Restgebäude. Da die Wiederverwendung der Hülle aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar ist, wird auf diese Maßnahme verzichtet und das Gebäude schließlich komplett zurückgebaut.

Archäologen rechnen mit größeren Funden

Danach haben die Archäologen das Sagen auf dem geräumten Baufeld. Experten vermuten dort aufgrund des Verlaufs einer Römerstraße in unmittelbarer Nähe größere Funde aus der Römerzeit. Im Rahmen der archäologischen Ausgrabungen werden auch die Duktilpfähle, auf denen die Brechtbühne steht,
Schritt für Schritt freigelegt und gekürzt. Nur so kann das Baufeld für das künftige Bauteil II des Theaters vollständig freigelegt werden.

Mit dem Freistaat Bayern im Gespräch

Der Bau der Brechtbühne wurde seinerzeit vom Freistaat Bayern mit 1,82 Mio. Euro gefördert. Da der Bau vor Ablauf seiner ursprünglich geplanten Nutzungszeit zurückgebaut wird, müsste die Stadt einen Teil der Fördersumme zurückbezahlen. Weil jedoch Teile der Bühne wiederverwendet werden, steht noch nicht fest, wie hoch eine mögliche Rückzahlung ausfällt. Stadt und Fördergeber sind darüber im Gespräch.