Thorning-Schmidt dämpft Erwartungen an Facebook-Aufsichtsgremium

Die dänische Ex-Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt hat die Erwartungen an ein neues Aufsichtsgremium gedämpft, welches sich mit der Meinungsfreiheit auf Facebook befassen soll. „Wir müssen darüber eine Debatte führen, auch wenn am Ende nicht jeder mit unseren Entscheidungen einverstanden sein wird“, sagte Thorning-Schmidt der Wochenzeitung „Die Zeit“. Natürlich könne man nicht allen Beschwerden nachgehen, „wir werden also Nutzer enttäuschen“.

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Das Gremium werde sich auf Fälle konzentrieren, die von „besonderer gesellschaftlicher Bedeutung“ seien. Bislang sei unklar, nach welchen Prinzipien Facebook vorgehe, so Thorning-Schmidt. „Manche Entscheidungen von Facebook wirken sehr unlogisch: Warum wird jenes gelöscht, während anderes online bleibt?“ Mit der Berufung von 40 Experten aus der ganzen Welt reagiert Facebook auf die Kritik, Hass, Lügen und Verschwörungstheorien eine Plattform zu bieten.

Zugleich ist das Unternehmen dem Vorwurf ausgesetzt, Beiträge mitunter vorschnell zu löschen. Um die Arbeit des Gremiums zu finanzieren, hat Facebook eine Stiftung gegründet.