Im Pflegezentrum der Johanniter in Mering ist es zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen. Ein positiv getesteter Bewohner ist am Samstag verstorben. Die Einrichtung benötigt dringend Hilfe beim Pflegepersonal, die Bundeswehr unterstützt nun vor Ort.

Antigen Test Corona Covid
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Im Pflegezentrum der Johanniter in Mering ist es zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen. Insgesamt wurden in der Einrichtung selbst 14 Bewohner, in der angegliederten Tageseinrichtung eine weitere Person positiv getestet. Auch 9 Mitarbeiter wurden positiv getestet, 2 davon in der Tagespflege.

Das Gesundheitsamt hat die angegliederte Tagespflegeeinrichtung vorübergehend, voraussichtlich für zwei Wochen, geschlossen. Wegen des Mangels an Fachpersonal hat das Gesundheitsamt beim LGL Unterstützung für die Begehungen im Pflegezentrum Mering angefordert und wird diese ab Mittwoch auch erhalten. Am Montag fand eine Reihentestung derjenigen statt, die bislang negativ getestet waren.

Nach dem Corona-Ausbruch im Johanniter-Pflegeheim Mering bestand dort ein erheblicher Mangel an Pflegepersonal. Die Heimleitung hatte sich in dieser Situation an das Sachgebiet Altenhilfe im Landratsamt gewendet, dieses hatte dann wiederum über die Leitung der Corona-Koordinierungsgruppe des Landratsamtes das Kreisverbindungkommando der Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Entscheidendes Kriterium für die Prüfung des Antrags bei der Bundeswehr ist die sogenannte Subsidiarität, das heißt der Einsatz der Bundeswehr ist die einzige verbliebene Möglichkeit, den Betrieb im Pflegezentrum aufrechtzuerhalten.

Eine intensive und konstruktive Diskussion aller Beteiligten in der nach wie vor wöchentlich im Landratsamt stattfindenden Corona-Lagebesprechung vergangenen Mittwoch mündete am Donnerstag in einen Hilfeleistungsantrag und nun bereits in eine Zusage aus Berlin. Ab Dienstag, 19. Oktober, werden drei Pflege- und Funktionsdiensthelfer der Bundeswehr im Pflegezentrum der Johanniter in Mering unterstützen. Die Bewilligung läuft bis Ende Oktober.

Auch Landrat Dr. Klaus Metzger war darüber hoch erfreut: „Das Zusammenspiel zwischen dem Kreisverbindungskommando und dem Landratsamt hat erneut hervorragend geklappt. Dafür bin ich außerordentlich dankbar. Auf diese Weise sollte es gelingen, die Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegezentrums in dieser sehr schwierigen Situation sicherzustellen.“