Tödlicher Höhlenunfall im Kreis Neumarkt: Stundenlange Rettungsaktion

Zu einem dramatischen Großeinsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und dem Rettungsdienst kam es am Samstag (06.02.2021) im Kreis Neumarkt. Bei der Begehung einer Jurahöhle nahe des Dietfuter Ortsteils Mühlbach war es zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Mitglied eines vierköpfigen Höhlenforschungsteams war verletzt worden, er erlag seinen Verletzungen noch in der Höhle.

 

Rund 700 Meter nach dem Eingang kam es zu einem Unfallgeschehen. Dabei wurde verunglückte der 57-Jährige. Zwei Mitglieder der Gruppe leisteten sofort Erste Hilfe, während der Dritte umkehrte und am Eingang der Höhle die Rettungskräfte alarmierte. Zahlreiche Rettungskräfte aus der Umgebung eilten zur Einsatzstelle. Höhlenrettungsspezialisten aus ganz Bayern wurden ebenfalls nach Mühlbach gerufen. Ein Team von Höhlenrettern drang schließlich zum verunglückten Mann vor. Eine Funkverbindungen zu den Personen in der weit verzweigten Karsthöhle war nicht möglich. Insgesamt sind rund 200 Kräfte im Einsatz. Nachdem der 57-Jährige aus der Höhle gerettet war, konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. „Ein tragischer Unfall“, erklärt Bernd Mayer, Bürgermeister von Mühlbach. Die Unterstützung der Menschen im Dorf war aber groß. Die rund 200 Einsatzkräfte wurden mit Essen und Getränken versorgt. Eine Einsatzleitung wurde für die stundenlange Rettung aufgebaut. „Der Einsatz geht nicht spurlos an den Einsatzkräften vorbei“, berichtet Hannes Raithel, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm noch vor Ort die Ermittlungen. Der genaue Unfallhergang sowie die Ursache sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen.