Tödlicher Unfall auf dem Pilgerschrofen – Bergsteiger stürzt 150 Meter in die Tiefe

Ein 67-jähriger war am Samstag bei einer Bergtour vom Pilgerschrofen 150 Meter in die Tiefe gestürzt. Er zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

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Pilgerschrofen

Ein 67-jähriger deutscher Staatsangehöriger stieg am Samstag gemeinsam mit seinem 36-jährigen Sohn auf deutscher Seite (Schwangau) zum Pilgerschrofen (Grenzberg BRD/AUT) auf. Die Bergsteiger wollten vom Pilgerschrofen die Überschreitung der 12-Apostel zum Säuling unternehmen. Aufgrund der rutschigen und schwierigen Bedingungen kehrten sie jedoch wieder in Richtung Pilgerschrofen um. Dabei verwendeten sie bei zwei schwierigeren Stellen (UIAA 2) die mitgeführte Reepschnur zum Abseilen. Beim kurzen seilversicherten Aufstieg in Richtung Gipfel des Pilgerschrofen gegen 15:00 Uhr verlor der 67-Jährige plötzlich den Halt und stürzte sich mehrfach überschlagend ca.150 m über felsiges Gelände bis an den Wandfuß ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Weitere Alpinunfälle am Wochendende

BAD HINDELANG/OBERSTDORF. Am Sonntagmittag stürzte ein 54-jähriger Skitourengänger am „Großen Wilden“ im Bereich der „Gamswanne“ alleinbeteiligt. Er rutschte daraufhin im Steilgelände circa 200m ab. Weitere Skitourengeher, die auch jeder für sich unterwegs waren, kamen ihm zu Hilfe und verständigten die Rettungskräfte. Der Mann erlitt mittelschwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Klinikum verbracht werden. Es war die Bergwacht Hinterstein mit drei Mann im Einsatz.

SCHWANGAU. Ebenfalls Sonntagmittags waren ein 27-jähriger Mann und eine 28-jährige Frau (Beide aus dem Lkr. Ostallgäu) gemeinsam bei einer Klettertour am „Schnepfling“. Während des Abseilens stürzte der 27-Jährige circa 17m tief ab. Er musste schwer verletzt durch einen Rettungshubschreiber in ein Klinikum verbracht werden. Im Einsatz war die Bergwacht Füssen mit sechs Einsatzkräften und die Alpine Einsatzgruppe der Polizei. Weil eine Streife der Polizeiinspektion Füssen zufällig gerade in der Nähe des Unfallortes war, konnte eine schnelle Hilfeleistung erfolgen. Wie es zum dem Unfall kam ist Gegenstand der polizeilichen Unfallermittlungen. Verstöße gegen die Rechtsverordnung zum Infektionsschutz lagen nicht vor.

SCHWANGAU. Am Sonntagnachmittag bestiegen ein 50-jähriger Mann aus Baden-Württemberg und sein 12-jähriger Sohn bei schwierigen Verhältnissen und offenbar mangels ausreichender alpiner Kenntnisse die Nordwand des Säulings. Hierbei stürzten sie und rutschten circa 200m ein Schneefeld hinab. Vor einer Abbruchkante kamen sie gerade noch zum Stillstand. Beide wurden glücklicherweise nur leicht verletzt. Der Junge erlitt jedoch eine massive Unterkühlung. Beide wurden durch einen Rettungshubschreiber in ein Krankenhaus verbracht. Im Einsatz war die Bergwacht Füssen mit acht Einsatzkräften und die Alpine Einsatzgruppe der Polizei.