Tornado | Ein besonderes „Mia san mia“-Gefühl in den Orten – Weitere Hilfe wird benötigt

Wer sich gestern auf die Straßen von Stettenhofen und Gebenhofen begeben hatte, dem bot sich ein unwirkliches Bild. Der Tornado vom vergangenen Mittwochabend hatte seine bösen Spuren hinterlassen. Die Aufräumarbeiten waren im Gange. Es wird noch lange dauern, bis alles wieder einigermassen in Ordnung ist. Doch es war nicht nur die Kraft des Wetters die beeindruckte, es waren vielmehr die Menschen, die für einen bleibenden Eindruck sorgten. 20150515_sturm_gebenhofen_011 Tornado | Ein besonderes "Mia san mia"-Gefühl in den Orten - Weitere Hilfe wird benötigt News Politik Affing Anwalting Gebenhofen Hilfe Horst Seehofer Ilse Aigner Klaus Metzger Stettenhofen Sturm Tornado | Presse Augsburg

Am vergangenen Mittwoch fegte ein Tornado mit rund 250 Stundekilometern über Teile der Landkreise Augsburg und AichachFriedberg und beschädigte dort innerhalb weniger Minuten rund 200 Häuser. Die meisten davon stehen in Affing, Gebenhofen und Anwalting. Wie Landrat Klaus Metzger mitteilte sind zwölf Häuser nicht mehr bewohnbar, 33 zum Teil einsturzgefährdet. Den Schaden beziffert er auf mindestens 40 Millionen Euro. Auch er war am gestrigen Freitag wieder vor Ort. Mit ihm hatte sich die stellvertretende Ministerpräsidentin Bayerns Ilse Aigner auf den Weg gemacht. Auch die  bayerische Wirtschaftsministerin war schockiert über das Ausmaß der Schäden. Ministerpräsident Seehofer kündigte am Rande seines aktuellen Rombesuchs bereits an, dass die bayerische Staatsregierung schnelle Hilfen für betroffene Bürger und Firmen prüfe. Am kommenden Dienstag wird in der Kabinettssitzung darüber gesprochen werden.

Doch nicht nur von Seiten der öffentlichen Hand gibt es Unterstützung. Viele Privatpersonen und Vereine spenden bereits fleißig. Der Skaterhockey-Bundesligist TV Augsburg wird beispielsweise die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern der heutigen Partie gegen Kaarst (18:30 Uhr) spenden, die Mannschaft pro selbst geschossenes Tor noch 10.– Euro aus der eigenen Kasse drauf legen. Aber nicht nur die finanzielle Unterstützung läuft an. Auch die tatkräftige Unterstützung ist da. Aus der ganzen Region reisen immer wieder Menschen in die betroffenen Orte um mit anzupacken. Handwerksunternehmen stellen andere Aufträge hinten an, um hier schnell zu helfen. Das Verständnis dafür ist groß. Verwandte und Bekannte haben Menschen aufgenommen, die im wahrsten Sinne das Dach über dem Kopf verloren haben.