Tourismus ist „Standortpolitik pur“ – Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins Region Augsburg ganz im Zeichen von Corona

Die Corona-Pandemie prägte naturgemäß auch die Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins Region Augsburg e.V. in der Kongresshalle von „Kongress am Park“: Masken im Foyer, lange Tischreihen und viel Abstand. Die Mitglieder verloren sich optisch geradezu im großen Kongresssaal des Hauses. Dass es entgegen dem ersten Augenschein jedoch die bestbesuchte Mitgliederversammlung der letzten Jahre war, hatte ebenfalls mit der Corona-Krise zu tun. Denn Tourismus ist aktuell ein heiß diskutiertes Thema, und Hoteliers brachten bei dieser Gelegenheit ihre ernsten Sorgen in Bezug auf eine schwierige Zukunft zum Ausdruck.

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Immer auf Abstand bleiben – dieses Motto prägte die diesjährige Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins Region Augsburg e.V. Für ein Gruppenbild mit Dame (Margarete Heinrich, der Aufsichtsratsvorsitzenden der Regio Augsburg Tourismus GmbH) sowie mit Johannes Hintersberger, dem ersten Vorsitzenden des Verkehrsvereins Region Augsburg e.V., im Vordergrund reichte der Platz in der Kongresshalle von „Kongress am Park“ aber allemal. Fünf weitere starke Männer des Vorstands auf einer Treppe im Foyer standen symbolisch dafür, dass es mit dem Augsburg-Tourismus trotz Corona weiter aufwärts gehen soll. Foto: Martin Kluger/Regio Augsburg Tourismus GmbH

Wie wichtig deshalb gerade jetzt Ausflugsgäste und Städtetouristen für die virus-gebeutelte Branche sind, machte Johannes Hintersberger, MdL, der erste Vorsitzende des Verkehrsvereins Region Augsburg e.V., in seiner Rede vor den Mitgliedern deutlich. Hintersberger postulierte: „Tourismus ist Standortpolitik pur“.

Zwar war auch 2019 wieder ein Rekordjahr – vor allem dank des guten Ergebnisses in der Stadt Augsburg überstieg die Zahl der Übernachtungen erstmalig die Schwelle von anderthalb Millionen. (1998, bei der Gründung der Regio, waren es noch rund 810.000 gewesen). Doch solche Erfolgsmeldungen seien Schnee von gestern, machte Tourismusdirektor Götz Beck den Mitgliedern des Verkehrsvereins klar. Die Pandemie verdeutliche aber letztlich den Weg, den der Augsburg-Tourismus ohnehin gehen müsse: Der demografische Wandel, der Blick auf ökologische Auswirkungen und das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit müssten – so Beck – noch stärker „in die Produktgestaltung einfließen“. Auf die Marken- und Marketingpolitik der Regio Augsburg Tourismus GmbH nimmt jedoch auch die Pandemie keinen Einfluss. Beck: „Die Marke ist Augsburg. Wir brauchen keinen Werbespruch.“

Der aktuelle Geschäftsbericht der Regio Augsburg Tourismus GmbH mit allen Zahlen zum Berichtsjahr 2019 kann auf der Homepage  nachgelesen werden. Der Geschäftsbericht informiert aber auch zu aktuellen Maßnahmen der Tourismusarbeit als Reaktion auf die Corona-Pandemie (unter anderem zu verstärkter Digitalisierung und zur Kampagne „Urlaub daheim“) und bis hin zum ausführlichen neuen Strategiepapier der Regio.