Sie haben im Relegationsspiel gekämpft gegen die SG Mainz-Bretzenheim, am Ende reichte es dann doch nicht. Sie lagen meist zwei Tore im Rückstand, kurzzeitig mal zwei in Führung. Die sympathischen Mädels vom TSV Haunstetten schafften den Bundesliga-Aufstieg nicht und es floss die eine oder andere Träne am Ende des Spiels. Es war dennoch eine tolle Saison der Rot-weißen.

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Bretzenheim stoppte Haunstetten | Foto: Wolfgang Czech

 

Es war alles angerichtet für ein Handballfest. 640 Zuschauer waren in die Albert-Loderer-Halle nach Haunstetten gekommen, um die Handballerinnen des TSV bei der Mission „Rückkehr“ in die 2. Bundesliga zu unterstützen. Die Damen hatten die gesamte 3.Liga-Saison gute Leistungen gezeigt und sich hinter der HCD Gröbenzell gemeinsam mit Allensbach für die Relegationsrunde qualifiziert. Unter dem Motto #feuerfreifuerliga2 konnten die Damen aus dem Augsburger Süden den SV Allensbach und die HSG Freiburg durchsetzen, die die SG Schozach-Bottwartal stieg als Gruppensieger auf. Auf den TSVH warteten Entscheidungsspiele gegen die SG Mainz-Bretzenheim. Nachdem man im Hinspiel gegen die Rheinland-Pfälzerinnen mit einem Treffer verloren hatte, war im Rückspiel am Pfingstmontag alles möglich.

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Foto: Wolfgang Czech

Noch einmal zeigten die Haunstetterinnen angetrieben von ihrem tollen Publikum ein begeisterndes Handballspiel. Über weite Strecken der Partie konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Bis in die Schlussminuten stand das Spiel auf Messerschneide, auf die Entscheidung um den dritten Aufstiegsplatz musste bis zur Schlusssirene gewartet werden. Als Michelle Schäfer 1:16 Minute vor dem Ende zum 27:27 nochmals für den TSVH ausgleichen konnte, fehlte zwei Treffer zum Aufstieg. Haunstetten musste nun ins Risiko gehen, was Bretzenheim zu nutzen wusste. Isa Graebling und Carina Gangel sorgten für die Entscheidung zugunsten der Blauen.

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Sarah Irmler durfte zum Abschied nicht mehr jubeln | Foto: Wolfgang Czech

Während der Jubel bei den Gästen kaum enden wollte, flossen bei den Augsburgerinnen zahlreiche Tränen. Besonders Sarah Irmler, die zur neuen Saison für den Frisch Auf Göppingen auflaufen wird, war besonders traurig. Während es für ihren Heimatverein in der 3.Liga weitergehen wird, wird sie aber nächstes Jahr in jedem Fall in der 2.Bundesliga auflaufen.