Transitzentren | Seehofer: „Es ist weder eine Haft, noch ist da von Stacheldraht oder Ähnlichem die Rede.“

Bundesinnenminister Horst Seehofer äußetes sich im exklusiven Interview bei n-tv zu den geplanten Transitzentren.

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Foto: Wolfgang Czech

Seehofer…

zur roten Linie der SPD, die besagt, geschlossene Transitzentren abzulehnen:

„Ich glaube dass wir da schon zusammenkommen. Ich hab da keine Zweifel.“

…dazu, dass die Grünen und die Linke von unmenschlichen Zuständen in geschlossenen Transitzentren sprechen:

„Es wäre nicht schlecht, wenn sie sich informieren würden über das, was da vorgesehen ist. Es ist weder eine Haft, noch ist da von Stacheldraht oder Ähnlichem die Rede. Das ist ein Aufenthalt, der längstens 48 Stunden dauern kann nach unserem Grundgesetz. Und dann werden die Menschen innerhalb dieser Frist wieder zurückgebracht in die Länder, aus denen sie gekommen sind.“

…dazu, ob die Zentren in Richtung Österreich offen und in Richtung Deutschland geschlossen werden sollen:

„Man darf nicht einreisen, das ist ja der Sinn. Und man wird innerhalb der 48 Stunden zurückgebracht in das Land, in dem man den Asylantrag gestellt hat.“

…dazu, dass das Vorgehen nur zwischen Österreich und Bayern vorgesehen ist und ob es nicht sinnvoll und konsequent wäre, das um alle Grenzen zu ziehen:

„Jetzt haben wir Grenzkontrollen zurzeit nur an der deutsch-österreichischen Grenze und ich finde wir sollten dieses Verfahren jetzt mal dort durchführen. Dann sammeln wir Erfahrungen und schauen dann, wie es weiter geht.“

…dazu, ob er glaubt, dass alle Fragen nach der Rede der Kanzlerin im Bundestag heute beantwortet sind:

„Die Ruhe ist schon eingekehrt. Aber naturgemäß beantwortet die Kanzlerin immer alle Fragen.“