Transparency drängt Union zu Aufklärung im Fall Amthor

Die Organisation Transparency Deutschland hat die Union im Fall des wegen einer Nebentätigkeit in die Kritik geratenen CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor zur Aufklärung gedrängt. „Da momentan noch unklar ist, welche Form genau der Vorteil angenommen hat und welchen zeitlichen Ablauf es gab, ist eine weitergehende Aufarbeitung durch den Bundestagspräsidenten in jedem Fall dringend geboten“, sagte Norman Loeckel, stellvertretender Leiter der Arbeitsgruppe Politik von Transparency Deutschland, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Man hoffe auch, dass seine Fraktion im Bundestag, aber auch seine Partei vor Ort sich nicht „wegducken“.

Philipp Amthor, über dts Nachrichtenagentur

Amthor sei bereits der zweite von fünf Abgeordneten der CDU aus Mecklenburg-Vorpommern, die aufgrund von Vorwürfen der unlauteren politischen Einflussnahme in die Schlagzeilen geraten seien, so Loeckel. Amthor soll Lobbyarbeit für eine US-Firma betrieben haben. Am vergangenen Freitag hatte er eingeräumt: „Es war ein Fehler.“

Zugleich hatte er mitgeteilt, er habe die Nebentätigkeit beendet und Aktienoptionen nicht ausgeübt. Er sei „nicht käuflich“.