Es war die Rückkehr von Trainer Markus Weinzierl nach Augsburg. Doch die Partie Augsburg-Schalke hatte viel mehr zu bieten, als das Wiedersehen. Am Ende teilten sich die Teams nach einem ordentlichen Bundesligaspiel gerecht die Punkte.

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Koo (weißes Trikot) setzte sich nicht nur in dieser Szene gegen den ex-FCAler Baba durch. | Foto: Sebastian Pfister

Sieben Spiele, acht Punkte. Der FC Augsburg ist nach dem Heimspiel gegen Schalke 04 weiterhin absolut im Soll. Doch bevor mit einem leistungsgerechten 1:1 ein weiterer Zähler auf das Augsburger Punktekonto gewandert war, war ein abwechslungsreiches Bundesligaspiel und das Wiedersehen mit ex-Coach Markus Weinzierl zu absolvieren.

Ohne große Zeremonie, aber mit wohlwollendem Applaus des Publikums wurde der Straubinger in seinem ehemaligen „Wohnzimmer“ begrüßt. Nicht zu viel der Lobhudelei, die gemeinsamen Erfolge aber nicht vergessen. Hier hat die FCA-Famlie wieder einmal Fingerspitzengefühl bewiesen, dass manche an anderer Stelle gestern deutlich vermissen ließen. Mit Teigl wurde ein eigener Spieler per Spruchbändern angegriffen. Eine Aktion, die wohl nicht mehr als diesen Satz verdient hat.

Ganz anders das Spiel. Die erste Halbzeit war noch eine etwas zähe Angelegenheit mit nur wenigen Torraumszenen. Schalke hatte mehr Qualität im Spielaufbau, Augsburg mehr Spielanteile. Ein Pfostenschuss von Embolo aus einer Abseitsstellung, ein Lattenschuss von Geis für Schalke und ein eher harmloser Kopfball von Augsburgs Schmid. Das wäre es schon fast alles gewesen, hätte nicht Stafylidis Schalkes Topstürmer Embolo nach 25 Minuten an der linken Außenbahn weggegrätscht. Der Schweizer Nationalspieler musste schwer verletzt mit einer Sprunggelenksverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Er wird den Knappen lange fehlen.

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Hitz tröstet Nationalmannschaftskamerad Embolo. | Foto: Sebastian Pfister

Nach der Pause ging es rasanter weiter. Beide Mannschaften versuchten sich nun gezielter in Offensivaktionen, auch wenn oftmals der Zug zum Tor noch fehlte. Doch dann war es doch passiert. Ein Schuss von Schalkes Bentaleb aus 17 Metern landete an der Unterkante der Latte und sprang wieder nach vorne. Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) erkannte auf Tor. Die Hawk Eye Torlinien-Technik hatte den Treffer bestätigt und ein entsprechendes Signal an den Unparteiischen gegeben. Es war das erste Tor in der Bundesligageschichte, dass auf diese Art anerkannt wurde.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet suchten nun die Entscheidung. Der eingewechselte Konoplyanka scheiterte aber in einer Szene gleich zweimal am starken FCA-Schlussmann Hitz. Die Aktion des Torwarts war das Startsignal für sein Team. Nun kam Augsburg immer stärker auf. Während Schmid und Kacar ihre Möglichkeiten liegen gelassen hatten, machte es Spielmacher Daniel Baier besser. Nicht gerade als Torjäger bekannt, knallte er den Ball sehenswert von außerhalb des Strafraums in den Torwinkel. Fährmann hatte keine Abwehrchance. Dabei sollte es dann auch bleiben. Für die rot-grün-weißen Fußballfans folgte kurz vor dem Ende allerdings noch ein emotionaler Höhepunkt. U21-Nationalspieler Kohr gab nach seiner schweren Verletzung sein Comeback.