Tausende Landwirte gingen, beziehungsweise fuhren mit Treckern bundesweit gegen die Agrarpläne der Bundesregierung auf die Straßen Deutschlands. Zur Hauptkundgebung in Bonn versammelten sich am Vormittag zunächst rund 4000 Teilnehmer auf dem Münsterplatz. Allerdings hat die Versammlung weiterhin Zulauf. In ganz NRW gab es kilometerlange Trecker-Konvois, die den Verkehr teilweise lahmlegten.

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Auch in Mecklenburg-Vorpommern haben hunderte Bauern im Rostocker Stadthafen demonstriert. Dazu waren sie nach Polizeiangaben mit mehr als 550 Traktoren in einer Sternfahrt aus dem ganzen Land in die Hansestadt gekommen. Ihre Forderung. O-TON Ronny Marquardt, Landwirt aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim «Dass wir in Zukunft die Landwirtschaft so, wie wir es die letzten Jahre gemacht haben, vernünftig weiter betreiben. Ohne das jetzt gleich grundlegend uns etwas verboten wird. Das die Politik mit uns spricht, bevor sie irgendwie handelt.»

In Bayern waren Tausende Landwirte an den Protesten beteiligt. Allein in München waren 2000 Bauern mit 1000 Traktoren unterwegs. Die Kundgebungen sind Teil eines bundesweiten Aktionstags der Bauerninitiative «Land schafft Verbindung», der sich innerhalb kürzester Zeit Zehntausende Landwirte angeschlossen haben. Die seit Jahren unter Einkommensverlusten leidenden Bauern sind verärgert, weil EU und Bundesregierung die Umweltauflagen in den vergangenen Jahren stetig verschärft haben, ohne in den Dialog zu gehen.