Der TSV Rain gewinnt erstmals nach drei Unentschieden in Serie wieder und klettert auf den 14. Tabellenplatz. Lange Zeit sah es nach einem torlosen Unentschieden aus, ehe Nicola della Schiava in der zweiten Minute der Nachspielzeit zuschlug. Mit diesem Sieg verschafften sich Blumenstädter etwas Luft im Abstiegskampf.Sceltersdorf Tsvrain 2

Nach dem torlosen Remis in Memmingen wechselte Rains Chefanweiser Christian Krzyzanowski auf vier Positionen seine Startelf: Dominik Bobinger, Marko Cosic, Stefan Müller und Johannes Müller starteten für Tim Härtel (Bank), Laurin Bischofberger (Bank), Arif Ekin (Bank) und Dominik Widemann (Bank).

Vier Minuten waren gespielt, da prüfte Ardit Topalaj Rains Schlussmann Johann Hipper mit einem Schuss aus fünf Meter, der mit einer Glanzparade das Spielgerät mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Der weitere Spielverlauf stand unter dem Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“. Nach einer halben Stunde verpasste Fabian Triebel eine Hereingabe von links durch Marko Cosic am Fünfmeterraum nur knapp. Fadhel Morous Schuss (38.) an der Strafraumgrenze wurde geblockt und abspringende Ball geklärt. Von den Quecken ( wie die Eltersdorfer im Volksmund genannt werden ) war ebenfalls im Spiel nach vorne nicht viel zu sehen, beide Abwehrreihen standen Bombenfest und machten es den Angreifern entsprechend schwer. Torlos ging es folglich zum Pausentee.                 Sceltersdorf Tsvrain 1       

Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete. Wenig Strafraumszenen und keine Torabschlüsse. Bis zur 67. Minute, da kam Lukas Gerspeck nach Ecke von Johannes Müller aus sieben Meter zentral zum Kopfball. Tugay Akbakla im Eltersdorfer Gehäuse konnte den Ball abwehren. Nach der anschließenden Ecke hat köpfte Marko Cosic aus acht Meter den Ball neben das Tor. Schreckmoment für die Lechstädter (75.), Oliver Gonnert bekam den Ball zugespielt und traf zum vermeintlichen 1:0 für die Mittelfranken. Doch die Tormusik erklang zu früh: Schiedsrichter Patrick Hanslbauer annullierte nach Rücksprache mit dem Schiedsrichter-Assistenten wegen Abseits den Treffer. Als alle schon mit dem 0:0-Unentschieden rechneten und einige Zuschauer sich langsam auf den Heimweg machten, schlugen die Gäste zu: Blerand Kurtishaj flankte in der zweiten Minute der Nachspielzeit von der Außenbahn den Ball in den Strafraum. Dominik Widemann und zwei Eltersdorfer Verteidiger verpassen die Kugel, doch Nicola della Schiava kam angerauscht und erzielte aus kurzer Distanz den Siegtreffer. Überschwänglich wurde dieser Treffer bejubelt. Kurz danach ertönte der Schlusspfiff und die Rainer Spieler lagen sich in den Armen.

Ein Garant für diesen Erfolg ist die Rainer Abwehr um den Torwart Johann Hipper. Seit fünf Stunden und 48 Minuten hat dieser kein Gegentor mehr bekommen. Eine Superleistung in dieser Liga. Auf Rekordjagd anderer Art ist auch Dominik Bobinger, der mit seiner 16. Gelben Karte in der Regionalliga Bayern sich an die Spitze katapultiert hat – noch kein Spieler sammelte bislang mehr Gelbe Karten in einer Saison.

                                 
Am Samstag trifft der TSV Rain im Topspiel des 34. Spieltags daheim auf den FC Bayern München II. Anpfiff dieser hochinteressanten Partie ist um 14:00 Uhr.

Rains Chef-Trainer Christian Krzyzanowski resümiert nach dem Spiel: „Wir sind überglücklich, von den letzten zehn Spielen haben wir fünf gewonnen und drei Mal Unentschieden gespielt. Riesenkompliment an meine Mannschaft: Wir standen gut in der Ordnung und sind geduldig geblieben und haben am Ende den Lucky Punch gemacht.“

SC Eltersdorf: Akbakla, Schäferlein, Topalaj, Bär, Schaffors, Said, Konrad (83. Um), Renner, Göbhardt, Klaus (70. Gonnert), Herzner (80. Wartenfelser) – Trainer: Völker

TSV Rain/Lech: Hipper, Bobinger, della Schiava, Triebel (46. Gerlspeck), Bauer, Morou (63. Widemann), Mayer (83. Ekin), Müller, Müller, Cosic (82. Härtel), Greppmeir (63. Kurtishaj) – Trainer: Krzyzanowski

Tore: 0:1 della Schiava (90.+2)

Gelbe-Karten: Renner; Said – Bobinger

Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg)

Zuschauer: 333