„Trotz Corona fällt Weihnachten nicht aus“ | Bistum Augsburg bereitet sich auf Advents- und Weihnachtszeit vor

Die Diözese Augsburg hat soeben Empfehlungen und Richtlinien zur Gottesdienstfeier an besonderen Tagen zwischen Allerheiligen und Weihnachten veröffentlicht. In einem Begleitschreiben an die Pfarrgemeinden und Ordensgemeinschaften rief Bischof Dr. Bertram Meier dazu auf, die kommenden Höhepunkte des Kirchenjahres „kreativ und froh“ anzugehen.

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Bischof Bertram | Archivfoto: Wolfgang Czech

„Trotz Corona fällt Weihnachten nicht aus“, hielt Bischof Bertram in seinem Brief fest. Vielmehr solle die Kirche ihre Chance nutzen und geistlich neue Akzente setzen, schrieb er weiter und verwies auf das Kirchenlied „Vertraut den neuen Wegen“, das vor rund dreißig Jahren in der Zeit des Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung entstanden sei. Gerade das Weihnachtsfest könne dabei auch ökumenische Impulse bieten: „Trotz bestehender konfessioneller Grenzen auch in Corona-Zeiten dürfen wir uns bei der Gestaltung unserer Gottesdienste in der jeweiligen Kirche vom gemeinsamen Schatz inspirieren lassen, den wir Katholiken mit unseren orthodoxen und evangelischen Brüdern und Schwestern teilen.“

Die vom Generalvikariat zusammengestellten Anregungen und Hinweise hätten zum Ziel, „dass die Weihnachtsbotschaft in ihrer Breite und Tiefe möglichst viele Menschen erreicht.“ Über die rein liturgische Dimension hinaus rief Bischof Bertram auch dazu auf, den Dienst an den Mitmenschen nicht aus den Augen zu verlieren: „Weihnachten ohne Nächstenliebe wäre ein entkerntes Fest.“ Die Priester sollten gemäß einem Wort von Papst Franziskus „an die Ränder“ gehen und auf unterschiedliche Art und Weise diesen Liebesdienst erfüllen, schrieb der Bischof.

In dem Text des Generalvikariats werden im Hinblick auf die anstehenden besonderen Gottesdienste im Herbst und Winter Überlegungen an- und Richtlinien aufgestellt. Das Schreiben behandelt unter anderem das Totengedenken an Allerheiligen und Allerseelen, den Volkstrauertag und die Adventszeit. Für Heiligabend sind die Gemeinden dazu aufgerufen, neben der Christmette auch noch andere Gottesdienstformen wie Wortgottesfeiern und Vespergebete anzubieten. Diese Feiern könnten auch unter Beteiligung oder Leitung von ehrenamtlichen Laien begangen werden und sollten sich auf möglichst alle Kirchen und Kapellen einer Gemeinde erstrecken.

Für die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen kündigt das Schreiben schließlich unter anderem an, dass die Sternsingeraktion unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen in den Pfarreien durchgeführt werden soll. Als generelle Richtlinie für die Feier von Gottesdiensten verweist es zuletzt auf das nach wie vor gültige Infektionsschutzkonzept vom 26. Juni, an dem sich seitdem keine weiteren Änderungen ergeben hätten.