In seiner November-Sitzung hat der Stadtrat die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung beschlossen. Die Entwicklung auf dem Gebiet des Abgabenrechts nach 2014 erforderte verschiedene Anpassungen, die sich aber nicht auf die Gebührenhöhe auswirken. 

Symbolbild

Wie Gerd Merkle, Baureferent und Werkleiter der Stadtentwässerung, erläutert, ist die Sicherung der Stadthygiene sowie der Umwelt- und Gewässerschutz eine wesentliche Aufgabe des städtischen Eigenbetriebes. Dafür wurden in den zurückliegenden zehn Jahren in das Kanalnetz und ins Klärwerk rund 104 Mio. Euro investiert. Seit 1980 wurde das Kanalnetz von 521,2 auf 627,5 Kilometer erweitert. Außerdem wurden 13 Mischwasserbehandlungsanlagen gebaut und in Betrieb genommen. Die Mittel für die Investitionen sowie für den Aufwand und den Betrieb der Anlagen müssen über Abgaben erwirtschaftet werden.

Keine Gebührenanpassung erforderlich

Aufgrund eines sparsamen und wirtschaftlichen Ressourceneinsatzes ist trotz rückläufiger Schmutzwassermengen und einer Verringerung der versiegelten privaten Flächen keine Gebührenanpassung erforderlich. Wie der Baureferent weiter ausführt, können die seit 2010 geltenden Gebührensätze von 1,42 Euro/m³ für das Schmutzwasser und von 0,71 Euro/m²/Jahr für das Niederschlagswasser voraussichtlich bis 2022 gehalten werden.

Augsburg punktet bei den Wassergebühren

Die Stadt Augsburg lag mit diesen Gebührensätzen im Jahr 2017 bei einem Vergleich von 66 Städten beim Schmutzwasser auf dem vierten Rang und beim Niederschlagswasser auf dem 15. Rang. Eine Erhebung des Bundesverbandes der Energieabnehmer e.V. im gleichen Jahr verglich die veröffentlichten Frisch- und Abwasserpreise (einschließlich Mess- und Grundpreise) von 82 deutschen Städten. Dies allerdings mit der Einschränkung, dass vor allem die Abwassergebühren aufgrund uneinheitlicher Berechnungen der Grundstücksflächen nur bedingt vergleichbar sind. Mit diesen Einschränkungen erweisen sich im Gesamt-Durchschnittspreis (Wasser plus Abwasser) Ingolstadt (2,72 Euro/m³), Worms (2,84 Euro/m³) und Augsburg (2,96 Euro/m³) als die drei günstigsten Versorgungsgebiete. Potsdam (5,84 Euro/m³), Krefeld (5,64 Euro/m³) und Saarbrücken (5,48 Euro/m³) als die drei teuersten.