Auch am 13. Spieltag blieb dem FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga das Pech treu. Am Ende holten sich die Hessen ohne große Anstrengung mit 2:1 (1:1) drei wichtige Punkte, während die Schwaben nun schon im sechsten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg geblieben sind. Das hatten die Beteiligten nach dem Spiel dazu zu sagen.

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Gouweleeuw: | Foto: Wolfgang Czech

 

Jeffrey Gouweleeuw: „Der Start war richtig gut, wir machen das schnelle Tor und hatten noch ein paar Möglichkeiten zum 2:0. Dann verlieren wir einmal den Ball zu einfach und Frankfurt macht durch einen Konter den Ausgleich. Das war bitter, trotzdem hatten wir kurz vor der Halbzeit durch Demirović noch die Riesenmöglichkeit. Da müssen wir uns für unsere Arbeit belohnen. Nach dem 1:2 von Frankfurt haben wir nicht aufgegeben und hatten noch weitere Chancen zum 2:2. Trotz Lob stehen wir auch heute ohne Punkte da, das müssen wir schnell ändern.“

Rafał Gikiewicz: „Zunächst einmal muss erwähnt werden, dass wir heute gegen einen guten Gegner gespielt haben, der derzeit in der Champions League überragend auftritt. Wir haben heute keine schlechte Partie gemacht, aber am Ende hat es für die Qualität der Eintracht nicht gereicht. In dieser Woche geht es Schlag auf Schlag, deshalb gilt es, das Spiel schnell zu analysieren, denn wir wollen unbedingt die letzten zwei Spiele in diesem Jahr gewinnen. Mich persönlich hat mein Comeback gefreut – ich hoffe, dass ich der Mannschaft weiterhin helfen kann.“

Ermedin Demirović: „Das ist einfach bitter, weil wir wieder ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben, aber wir waren nicht effizient genug. Ein Punkt wäre eigentlich verdient gewesen – wir müssen aber auch mal die Punkte einfahren. Wir sind auf einem guten Weg, heute hat ein wenig das Glück gefehlt, denn sonst wären wir hier auf jeden Fall mit Punkten vom Platz gegangen.“

Julian Baumgartlinger: „Wenn man in der Bundesliga seine Chancen nutzt, tut man sich deutlich leichter. Frankfurt ist eine Champions-League-Mannschaft und besitzt die Qualität, mit einem Rückstand umzugehen. Das Tor nach einer Standardsituation müssen wir im Verbund besser verteidigen, aber im Anschluss war die Chance da, mindestens auszugleichen. Daran müssen wir arbeiten. Die Fans haben uns auch heute wieder getragen, die Unterstützung ist riesig. Wir merken, dass ganz viel Rückhalt da ist.“

Blitztor reicht nicht – FC Augsburg verliert auch gegen Frankfurt

Sebastian Rode (Frankfurt): Der Spirit der Truppe ist richtig gut. Die Qualität momentan ebenso. Die Sommerneuzugänge haben uns nochmal auf ein anderes Level gehoben. Das spiegelt sich mittlerweile fußballerisch auf dem Feld wider.

Ansgar Knauff (Frankfurt): Ich freue mich über das Tor, egal wie es gefallen ist. Insgesamt haben wir unseren Spielstil auf den Platz gebracht und verdient die drei Punkte geholt. Wichtig war, dass wir uns von dem frühen Gegentor nicht aus dem Konzept haben bringen lassen, sondern direkt weitergespielt haben, als wäre nichts passiert. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir uns viele Chancen erspielt, als wir die Räume genutzt haben.

Mario Götze (Frankfurt): Es zählt nicht nur die Offensive, sondern auch das Defensivverhalten. Wie wir uns gegen viele lange Bälle behauptet haben und immer als Mannschaft agiert haben, das hat sehr gut funktioniert. Wir wussten, dass es nicht leicht wird, aber unsere Chancen kommen werden. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende ein verdienter Sieg, über den wir uns nach drei sehr intensiven Spielen in einer Woche sehr freuen.

FC Augsburg-Manager Reuter steht im „Doppelpass“ Rede und Antwort

 

Enrico Maaßen (Trainer Augsburg) : „Wir sind sehr enttäuscht, denn wir sind zu einem überragenden Zeitpunkt in Führung gegangen – viel früher kann man nicht in Führung gehen. Dann haben wir allerdings ein unnötiges Gegentor bekommen, bei dem wir die Laufwege in den Strafraum besser aufnehmen müssen. In der ersten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel, auch wenn man gegen Frankfurt nicht alles verteidigen kann. Wir haben aber wieder leidenschaftlich und intensiv gespielt und hatten kurz vor der Halbzeit die große Möglichkeit, um erneut in Führung zu gehen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Frankfurt eine starke Phase und es war sehr ärgerlich, dass wir die Standardsituation vor dem 1:2 nicht konsequent genug verteidigt haben. Trotzdem hatten wir noch zwei sehr gute Möglichkeiten – am Ende müssen wir diese Chancen einfach nutzen und uns in den entscheidenden Situationen hinten noch besser verhalten.“

Oliver Glasner (Trainer Frankfurt): „Ich bin heute sehr glücklich und zufrieden. Wir haben ein sehr schweres Spiel erwartet, Augsburg hat schon gegen Bayern München eine großartige Leistung gezeigt und hätte gegen Leipzig eigentlich gewinnen müssen. Mit der ersten Aktion sind wir dann in Rückstand geraten, doch die Reaktion der Mannschaft war wieder herausragend. Wir haben den Glauben an uns nicht verloren, weiter nach vorne gespielt und einen sehr schönen Ausgleich erzielt. Vor der Halbzeit haben wir eine wichtige Parade von Kevin Trapp benötigt, um nicht wieder in Rückstand zu geraten. Mit der zweiten Halbzeit war ich dann auch fußballerisch zufrieden, weil wir mehr Kontrolle hatten und das Spiel in die Hälfte von Augsburg verlagern konnten. Nach dem 1:2 haben wir es aber versäumt, die zwei, drei richtig guten Chancen für uns zu nutzen und das Spiel für uns zu entscheiden. Deshalb blieb es bis zum Ende spannend.“

Quellen: fcaugsburg.de/eintracht.de