Trotz möglicher Ausfälle | FC Augsburg will mit Moral und Wille bei Union Berlin punkten

Nach einem schwachen Saisonstart wartet heute die nächste schwere Aufgabe auf den FC Augsburg. Für den Bundesliga-Vorletzten geht es zu Union Berlin.

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„Die Moral und der Wille sind intakt.“ Weinzierl ist zuversichtlich | Foto: Wolfgang Czech

Nur ein Punkt aus den ersten drei Saisonspielen, dafür schon acht Gegentore bei einem eigenen Treffer. Die Startbilanz des FC Augsburg liest sich (wieder einmal) nicht besonders gut. Nach vorne oft zu harmlos und hinten anfällig präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl zum Saisonauftakt. Erste kritische Stimmen im Umfeld zweifeln bereits an einer Verbesserung der Mannschaft im Vergleich zu den Monaten unter Heiko Herrlich. Doch das Team ist heute ein anderes. Mit deutlich größerem Selbstbewusstsein möchte man selbst mitspielen und nicht nur destruktiv agierend auf den einen Fehler des Gegners lauern. Das „System Weinzierl“ ist eine Umstellung, es benötigt wohl noch Zeit um sich einzuspielen, die Prozesse aufeinander abzustimmen. Während der Länderspielpause wurde daran weiter gefeilt, der Trainer sieht weitere Fortschritte.

Weinzierls Idee braucht noch Zeit

Das Augsburg nun aber immer wieder wichtige Säulen angeschlagen ausfallen, passt hier so gar nicht in den Plan. Ob es die zahlreichen Ausfälle in Hintermannschaft (wir berichteten) oder das ständige Fehlen von Angreifer Alfred Finnbogason sind, dem FCA fehlen immer wieder Spieler, die für die Umsetzung der Weinzierl-Idee nötig sind. Es verwundert deshalb auch kaum, dass die Schwaben den ordentlichen Auftritt in Frankfurt (0:0) nicht konservieren konnten. Auch im zweiten Heimspiel der Saison kassierte man, wenn auch teilweise unglücklich, vier Gegentreffer. „Die Moral und der Wille sind intakt.“, versucht Weinzierl entsprechende Gedanken zu zerstreuen, doch dem FC Augsburg fehlt es an Konstanz und möglicherweise auch an der nötigen Qualität in der Tiefe des Kaders. Mit Andi Zeqiri wurde zwar noch ein junger Mann für die Abteilung Attacke verpflichtet, um die Ausfälle in der Defensive zu kompensieren konnte aber nichts mehr gemacht werden.

Union Berlin: Engagiertes Team, starke Offensive

Gerade heute hätte dies aber sicher nicht geschadet. Der FC Augsburg muss am vierten Spieltag der noch jungen Saison zu Union Berlin. Die Köpenicker sind durch ihre engagierte Spielweise und ihren starken Angriff nicht nur zur Nummer 1 in der Hauptstadt, sondern sogar zum Teilnehmer am Europapokal geworden. Gerade die Zauberoffenisve um Ex-Nationalspieler Max Kruse und Rekordtransfer Awoniyi könnte die Sorgenfalten in den Gesichtern der Augsburger Verantwortlichen noch etwas tiefer werden lassen. Auch Weinzierl weiß, dass diese beiden den Unterschied machen können. Es dürfte eine Gemeinschaftsaufgabe werden sie im Zaum zu halten. Sollte mindestens einer der beiden etatmäßigen Innenverteidiger (Gouweleeuw, Uduokhai) doch noch auflaufen können, würde dies sicher nicht schaden.

Die voraussichtliche Aufstellung

Gikiewicz – Gumny, Oxford, Gouweleeuw, Iago – Dorsch – Pedersen, Caligiuri – Hahn, Vargas – Niederlechner