Trotz Protesten: Berliner Kiezkneipe «Syndikat» geräumt

Trotz lautstarker und zum Teil gewalttätiger Proteste ist die seit längerem umkämpfte Kiezkneipe «Syndikat» im Berliner Stadtteil Neukölln am Freitag geräumt worden. Die Kneipe hatte seit längerem keinen Mietvertrag mehr, die Betreiber wollten aber nicht ausziehen. Die Polizei hatte die Straße an der Kneipe bereits am Donnerstag abgesperrt, um eine direkte Blockade des Zugangs zu verhindern. Es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.

Thilo Cablitz, Polizei Berlin «Bereits gestern Abend haben sich mehrere Hundert Menschen versammelt, um gegen die Schließung einer Szenekneipe in Berlin-Neukölln zu demonstrieren. Das fing erst gelassen und ruhig an, entwickelte sich dann aber emotionalisiert bis aggressiv, sodass es im weiteren Verlauf zu Sachbeschädigungen kam, Inbrandsetzungen, zum Beispiel von Mülltonnen, und auch Steinwürfe auf Kolleginnen und Kollegen.» Mehr als 40 Menschen wurden laut der Polizei nach ersten Zahlen festgenommen. Etwa 700 Polizisten sind über den ganzen Tag verteilt im Einsatz.