Trotz Verletzungspech – Der Höhenflug der Haunstetter Zweitliga-Handballerinnen geht weiter

Der Höhenflug der Zweiliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten hält weiter an: jetzt gab es für das Team von Herbert Vornehm sogar einen 28:25 (12:11)- und gleichzeitig den ersten Sieg bei der  FSG Mainz 05/Budenheim, verbunden mit dem Sprung auf Platz drei der Tabelle. Getrübt wurde die überschwängliche Freude allerdings von erneuten Ausfällen, die die Liste der aktuell Verletzen schmerzlich erhöhen.

20150425_tsv-haunstetten_bayeröhde_047 Trotz Verletzungspech - Der Höhenflug der Haunstetter Zweitliga-Handballerinnen geht weiter Handball News News Sport 1. FSV Mainz 05 2. Bundesliga FSG Mainz 05/Budenheim TSV Haunstetten Handball | Presse Augsburg
Die überragende Patricia Horner und der TSV gewannen auch in Mainz. | Archivfoto: Dominik Mesch

Schon die Vorzeichen bei Abreise standen überaus schlecht, da sich Laura Frank am Freitag im Abschlusstraining das Knie verdreht hatte und Isabell Drasovean beruflich nicht abkömmlich war. Trainer Vornehm beorderte deshalb neben Anja Niebert mit Daniela Knöpfle die zweite A-Jugendliche in den Kader und beide kamen auch zu ihren ersten Bundesligaeinsätzen, die den Coach am Ende auch begeistern sollten: „Großartig, mit welchem Mut die Mädels aufgetreten sind und sich von dem Einsatzwillen im Team mittragen ließen.“ Haunstetten war perfekt auf den erwarteten Ansturm der Mainzer vorbereitet und zeigte von Beginn an die bessere Spielanlage. Das 1:0 in der 1. Minute sollte am Ende auch die einzige Führung für die FSG sein, die zwar wieder körperlich klar überlegen war, sich aber immer an der agilen TSV-Defensive die Zähne ausbiss oder mit Eigenfehlern in Konter lief. Die Rot-Weißen spielten dagegen erfrischend besonnen und warteten zumeist geduldig auf ihre Chance. Beim 10:10 (22.) ahnte dennoch keiner, dass es der letzte Gleichstand der Partie sein sollte, schon gar nicht als Anne Kurstedt zehn Minuten nach der Pause mit Knieverletzung ausschied. Aber ihre Mitstreiterinnen fighteten jetzt sogar noch mehr. Angeführt von der wiederum überragenden Spielmacherin Patricia Horner, die anschließend auch zum „Man oft he Match“ gewählt wurde, kämpfte man sich mit allen verfügbaren Kräften durch: „Als wir gemerkt haben, dass wir doch was holen können, haben wir nochmal zehn Prozent frei gemacht,“ erklärt die 21-Jährige, die trotz zwischenzeitlicher Manndeckung Dreh- und Angelpunkt im TSV-Spiel war. Kreisspielerin Fanny Hochmair profitierte hier wohl am meisten und erzielte sieben blitzsaubere Treffer („Das ist mir zuletzt in der C-Jugend gelungen.“). Und auch Neuzugang Ardiana Merditaj bewies mit zwei Toren und tadelloser Defensivarbeit wie wertvoll sie in der aktuellen Situation sein kann. Vier Spiele haben die Haunstetterinnen noch bis Weihnachten vor der Brust und Trainer Vornehm eine Herkulesaufgabe, da neben den Langzeit-Ausfällen Franziska Niebert und Sarah Irmler jetzt noch Franziska Cappek (Schulter), Laura Frank und Anne Kurstedt zu ersetzen sind: „So schlimm hat es uns noch nie erwischt, und da brauchen wir schon ein gutes Konzept, wenn wir das überstehen wollen.“

TSV: Müller, Frey (Tor); Schmid (10/6), Hochmair (7), Duschner (4), Horner (3), Merditaj (2), Königsmann, Kurstedt (je 1), Niebert A., Knöpfle