Am Samstag kommt es in der Bayernliga zum Verfolgerduell zwischen den Friedberger Handballern und Bayreuth. Ab 20 Uhr beginnt das Spiel zwischen den Rivalen im Kampf um Rang drei.

Realistischerweise ist dies das Saisonziel, dass der TSV in der Bayernliga anstreben kann. Acht Spieltage vor dem Ende sind vier Mannschaften in diesem Rennen dabei, darunter auch Bayreuth. Friedberg musste sich im Hinspiel den Franken geschlagen geben, zu Hause soll am Samstag die Revanche gelingen.

Bayreuth ist für seine starke 3 – 2 – 1 – Abwehr bekannt. Diese offensive Formation unterstützt das Tempospiel der Franken effizient, eine der großen Stärken der Mannschaft. Bayreuths letzte Ergebnisse waren jedoch nicht zufriedenstellend: Aus den fünf Begegnungen seit dem Start der Rückrunde gab es nur einen Sieg, zuletzt verlor Bayreuth dreimal in Folge und fiel auf Rang sechs zurück. Aber auch der TSV hat zuletzt einige Rückschläge hinnehmen müssen: Auswärts gab es aus den beiden Begegnungen gegen Teams aus den unteren Regionen der Tabelle nur einen Zähler.

Zu Hause hat sich Friedberg aber immer besser präsentiert. Für den Samstag müssen die Herzogstädter zwei Ausfälle hinnehmen: Daniel Okyere fällt mit einem Innenbandriss im Knie für den Rest der Saison aus. Die schon länger anhaltenden Schulterprobleme zwingen zudem Paul Thiel zu einer längeren Pause. Dafür kehrt Peter Haggenmüller von seiner Verletzungspause zurück, auch Tobias Müller steht wieder im Kader.

Trainer Fadil Kqiku freut sich auf das Verfolgerduell: „Wir haben mit Bayreuth aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, das motiviert uns alle noch mehr. Die Mannschaft weiß, was die taktische Aufgabe ist. Wir müssen es schaffen, die offensive Abwehr des Gegners zu überwinden, und dürfen uns gegen die konterstarken Franken keine leichten Ballverluste erlauben. Die Duelle gegen Bayreuth waren immer spannend, die Fans können sich auf ein gutes Spiel freuen.“

Zum Tabellennachbarn aus Bobingen geht es für die Friedberger Zweite am Samstag. Ab 19.30 Uhr kommt es zum Duell in der Bezirksoberliga.

Im Hinspiel konnte sich der TSV glücklich schätzen, dass er zu Hause einen Punkt behalten konnte. Bobingen vergab damals mehrere gute Chancen auf den Sieg, der Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss ließ Friedberg den Lohn für eine kampfstarke Vorstellung ernten.

Unter der neuen Trainerin Sandy Mair gab es für die Herzogstädter zuletzt einige wichtige Siege. Darum konnte sich der TSV im Mittelfeld der Bezirksoberliga etablieren, momentan hat er drei Zähler Rückstand auf den Tabellennachbarn Bobingen.

Dieser hat seit dem Wiederbeginn Ende Januar nur einmal verloren. Der Tabellenführer aus Gundelfingen war zu stark vor drei Wochen, aber alle anderen Begegnungen konnte Bobingen für sich entscheiden. Vor der Faschingspause gab es einen kampflosen Sieg gegen den früheren Zweiten aus Schwabmünchen.

Friedberg hat am Samstag wieder die Doppelbelastung für die A – Jugend zu verkraften. Diese ist erst um 16 Uhr zu Hause in der Landesliga gefordert, ehe sie sich nur wenige Stunden später mit den Herren in der Bezirksoberliga messen muss. Als der Spielplan diese Konstellation zuletzt erzwang, gab es für die Zweite eine überraschende Niederlage beim Tabellenletzten aus Niederraunau. Das ist für den Samstag hoffentlich kein schlechtes Omen.

Domenico Giannino (gia)