Die Rollen in der Drittliga-Partie am Samstagabend sind klar verteilt: wenn die Handballfrauen des TSV Haunstetten um 20 Uhr bei der HSG Freiburg antreten heißt es Aufstiegsfavorit gegen Abstiegskandidat. Die Rot-Weißen wollen allerdings beim Tabellenführer Charakter zeigen und sich nicht ohne Gegenwehr beugen.

tsv-duschner TSV Haunstetten Handball muss bei Spitzenreiter Freiburg Charakter beweisen Augsburg Stadt Handball News News Sport Eichenauer SV HSG Freiburg TSV Haunstetten Handball | Presse Augsburg
Sabrina Duschner | Archivfoto: Thomas Hiermayer

Für die HSG sind heuer erstmalig alle Türen und Tore zum Aufstieg in die 2.Bundesliga offen. Das Team von Ralf Wiggenhauser kann sich bei vier Zählern Vorsprung vor dem letzten Saisondrittel wohl nur noch selbst ausbremsen. Für Haunstettens Trainer Herbert Vornehm sind die Ursachen des Höhenflugs im Breisgau klar auf der Hand: „Mit nur 361 Gegentreffern stellen die Freiburger mit Abstand die beste Abwehr der gesamten Liga.“ Ein Prädikat, dass in der Vergangenheit eigentlich immer dem TSV zustand. Allerdings zeigt die wellenartige Formkurve der Rot-Weißen gerade in dieser Hinsicht unberechenbare Mängel auf, weswegen auch Co-Trainer Max Högl seine Prämisse ausgibt: „Wir müssen uns hinten erst einmal einigeln. Im Angriff gilt durchgängig Wille zum Zweikampf und Finden der richtigen Entscheidung.“ Die unglückliche 21:22-Hinspielniederlage sollte Haunstetten auf alle Fälle Mut machen, zumal man hier lediglich an der eigenen Chancenauswertung scheiterte.

Für die Bayernliga-Männer geht es, ebenfalls am Samstag (20 Uhr, AL-Halle), gegen den SV Eichenau laut Trainer Rotfischer um „ganz, ganz viel“. Der Aufsteiger aus dem Münchner Westen wird mit erst zwei Saisonsiegen die Liga wohl nach nur einem Jahr wieder verlassen müssen, zeigte sich jedoch in vielen Partien mehr als gleichwertig. Einen der beiden Erfolge feierten die kampfstarken Oberbayern ausgerechnet gegen den TSV, der beim 26:27 im Hinspiel den vorgegangenen Sensationssieg gegen Günzburg zu sehr im Kopf hatte. „Wenigstens sind wir diesmal in dieser Hinsicht komplett frei, dafür haben wir letzten Samstag mit dem 23:36 in der Rebayhalle schon gesorgt,“ erklärt Rothfischer und gibt gleichzeitig schon Prognosen aus: „Wir benötigen aus den ausstehenden zehn Spielen fünf Siege, nur dann kann man sich sicher sein. Jeder von uns ist sich dessen bewusst und wird auch sein Bestmögliches einbringen.“

hv