TSV Haunstetten Handball steht gegen Aufsteiger Kappelwindeck unter Druck

Nach sechs Spieltagen sind die Drittliga-Handballfrauen des TSV Haunstetten mitten in der Abstiegszone angelangt. Mit bisher nur einem Saisonsieg stehen die Rot-Weißen derzeit mit dem Rücken zur Wand und sind nun gezwungen im Heimspiel gegen die SG Kappelwindeck (Samstag, 16 Uhr, AL-Halle) dringend zu punkten.

tsv-duschner TSV Haunstetten Handball steht gegen Aufsteiger Kappelwindeck unter Druck Augsburg Stadt Handball News News Sport SG Kappelwindeck TSV Haunstetten Handball | Presse Augsburg
Sabrina Duschner | Archivfoto: Thomas Hiermayer

TSV-Trainer Vornehm spricht vor der Partie gegen den Aufsteiger aus der Nähe von Baden-Baden Klartext: „Ab jetzt müssen wir baldmöglichst etwas Zählbares liefern, sonst stecken wir da unten fest.“ Freilich hatten es die Rot-Weißen in den bisherigen sechs Partien mit allen vier Topteams zu tun und hätten hier sogar mehrfach die Möglichkeit gehabt den ein oder anderen Punkt zu holen, die augenblickliche Situation setzt das Team dennoch unter Druck. Und hier richtet der Coach seinen Appell an seine Spitzenkräfte: „Duschner, Irmler und Horner sind in solchen Momenten geforderter denn je. Da darf keine einen schwachen Tag haben und alle drei müssen mit einer starken Gesamtleistung die Mannschaft mitreißen.“ De SG setzt, ähnlich wie der TSV, auf starke Jugendarbeit und hat nun nach einigen Aufbaujahren den Sprung in die 3.Liga geschafft. Parallelen weißt auch die Spielanlage auf, mit schnellen Ballpassagen und vielen Auslösehandlungen. Mit den bisher sechs Punkten ist das Team voll im Soll und kann befreit in der Albert-Loderer-Halle auftreten.

Die ungewöhnliche Anwurfzeit liegt an den beiden Bayernligisten des TSV, die sowohl mit der 2.Frauenmannschaft (18 Uhr) als auch mit den Männern (20 Uhr) die HaSpo Bayreuth erwarten, und man den Gästen eine gemeinsame Fahrt ermöglichen wollte.

Kurioserweise heißt es in beiden Duellen „Achter gegen Vierter“, was auch die augenblicklichen Kräfteverhältnisse widerspiegelt. Und sowohl Nicole Bohnet als auch Michael Rothfischer machen keinen Hehl daraus: „Unsere Ansprüche sind natürlich in einer anderen Richtung. Aber gerade zu Hause wollen wir zeigen, zu was wir fähig sein können.“ Gänzlich unterschiedlich sind die Gefühlslagen vor den Auseinandersetzungen mit den Franken: während sich die Männer nach drei Siegen in Serie etwas Luft verschaffen haben und Coach Rothfischer vor allen Dingen die Einstellung löblich erwähnt („Jeder weiß jetzt langsam, worum es geht.“), musste Bohnet nach der völlig überflüssigen Niederlage beim Mitabstiegskonkurrenten Nürnberg (28:32) doch einige klärende Worte finden: „Einige müssen sich Gedanken machen, ob das so reicht.“