TV-Tipp | Das Jenke-Experiment: „Ich gegen mich – Der Kampf gegen meine Sucht“

Nach zwei Jahren meldet sich Jenke von Wilmsdorff am 8.10., ab 20:15 Uhr, mit einem neuen Experiment und seiner wohl härtesten Prüfung zurück. Diesmal will er sich – nach vielen gescheiterten Versuchen – nach 37 Jahren endlich das Rauchen abzugewöhnen. Dafür trifft er in der 90-minütigen Reportage internationale Experten und testet ungewöhnliche Methoden. Kann die halluzinogene Droge eines Schamanen am Amazonas seine Sucht besiegen? Als Reporter trifft Jenke Menschen, die das Rauchen krank gemacht hat, und er hinterfragt die Machenschaften der Tabakkonzerne. Er zeigt, wie mit neuen Trends, wie der E-Zigarette oder IQOS (ein Hybridprodukt zwischen E-Zigarette und herkömmlicher Zigarette), Raucher wortwörtlich bei der Stange gehalten werden.

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Das Jenke-Experiment: Ich gegen mich – Der Kampf gegen meine Sucht | Foto: MG RTL D

Jenke von Wilmsdorff hat in seinen Experimenten bereits fünf Wochen gehungert, sich mit Drogen vollgepumpt oder per Hypnose in einen Demenz-Zustand versetzen lassen. All diese Herausforderungen hat er gemeistert. Nun aber stellt sich der Extrem-Reporter in seinem persönlichsten Experiment seinem eigenen Dämon. Er versucht, sich ein für alle Mal das Rauchen abzugewöhnen. Eine Herausforderung, die er mit unzähligen Mitmenschen teilt.

Für sein großes Ziel sucht Jenke von Wilmsdorff nicht nur in Deutschland nach Hilfe, sondern reist unter anderem durch Lateinamerika und die Türkei. Er pilgert auf dem Jakobsweg und spricht, auf der Suche nach neuen, innovativen Methoden, mit Medizinern, Psychologen, Suchtexperten und Schamanen.

Jenke von Wilmsdorff: „Jeder vierte Mann und jede fünfte Frau in Deutschland rauchen regelmäßig Zigaretten. Etwa jeder sechste Todesfall in Deutschland ist auf das Rauchen zurückzuführen, so der Bericht der Drogenbeauftragten der BRD. Ich finde, das ist ein extrem starker Motivationsfaktor, um endlich mit dem Rauchen aufzuhören.“

Aufhören, aber wie? Denn Rauchen ist eine besonders starke und komplexe Sucht: „Nikotin ist ein besonders starkes Suchtmittel. Wenn man nur auf das Suchtpotential schaut, dann ist das höher als bei Heroin oder bei Kokain. Und wenn man jetzt raucht, wirkt das schon sieben Sekunden später auf das Gehirn. Da wird Dopamin freigesetzt, andere Glücksbotenstoffe und das Gehirn lernt einfach ganz schnell, dass das Wohlbefinden auslöst und Sinn macht“, so Yvonne Michel von der Suchthilfe Aachen. Auch Dr. med. Thomas Hering, Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde in Berlin betont: „Nikotin ist ein Nervengift, das sofort ins Blut geht. Sie merken ja diesen Entspannungseffekt sofort mit der ersten Zigarette, was eben auch das Suchtpotenzial erklärt. Dabei haben Sie in der Lunge, und das ist eben das Schädigende, was Sie nicht merken, einen ständigen Entzündungsreiz.“

Jenke von Wilmsdorff wählt als erste Methode „den kalten Entzug“, so wie 50 Prozent der Raucher, die endgültig damit aufhören wollen. In der Türkei trifft Jenke auf den Mann mit der eisernen Maske. Ibrahim Yücel aus Küthaya soll sich einen Nichtraucher-Käfig für den Kopf konstruiert haben, um sich von seiner 26-jährigen Nikotin-Sucht endgültig zu befreien. Wie alltagstauglich ist es jedoch, mit einem Drahtkorb um den Kopf herumzulaufen? „Ich bin mit diesem ‚Zigaretten-Käfig‘ durch Berlin gelaufen und habe ziemlich schnell festgestellt, dass diese absurde Methode der Nikotinentwöhnung für mich nichts ist“, so Jenke von Wilmsdorff. „Bei mir persönlich verursachte der Käfig stattdessen ein gesteigertes Verlangen nach Zigaretten.“

Jenke entscheidet sich daraufhin für einen sehr ungewöhnlichen und extremen Weg: Er reist in den Amazonas-Regenwald nach Ecuador, um dort einen Schamanen und Heiler zu treffen. Dieser verwendet zum Suchtentzug „Ayahuasca“, eine stark wirkende halluzinogene Droge. Gewonnen wird sie nach alter Tradition aus der „Der Liane des Lebens“. „Ayahuasca“ beinhaltet DMT (Dimethyltryptamin), einen Stoff, den der Körper normalerweise nur bei der Geburt und beim Tod ausschüttet. Die dadurch ausgelösten Visionen sind extrem und wirken bei jedem anders. Der Effekt soll helfen, die Sucht endgültig zu durchbrechen. Oder kann ihm der Suchtexperte Dr. Stefan Frädrich schließlich helfen, der nichts von Hilfsmittel hält, da man, seiner Meinung nach, die Nikotinsucht nur im Kopf bekämpfen kann. Wird Jenke von Wilmsdorff den Kampf gegen seinen stärksten Gegner – sich selbst – am Ende gewinnen?