Über 2.000 Gäste feierten beim Augsburger Medienpreis

Bereits zum fünften Mal veranstaltete das Medienforum Augsburg e.V. den Augsburger Medienpreis. Dazu hat der Verein am 13. Juli zur glamourösen Gala mit Preisverleihung in den Kongress am Park eingeladen. Mit dabei waren über 2.000 geladene Gäste – aus Politik, Wirtschaft und den Medien, die nach der Preisverleihung bei traditionell sommerlichen Temperaturen bis in die Nacht hinein Party feierten. Schirmherr war wieder Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg.

Preisverleihung_Medienpreis-2018-561 Über 2.000 Gäste feierten beim Augsburger Medienpreis Augsburg Stadt Augsburg-Stadt News Wirtschaft Augsburger Medienpreis Bully Herbig Daniel Biskup Ralf Wengenmayr | Presse Augsburg
„Bully“ Herbig hielt die Laudatio auf Ralf Wengenmayr

„Es war rundum eine Top-Veranstaltung. Wieder hat das Medienforum alle begeistert und das Konzept und die Preisverleihung neu definiert.  – ein perfekter Abend, tolle Preisträger, tolle Gäste“, so der Tenor der Gäste. Großen Anteil an der kurzweiligen Gala hatten die beiden Musiker Stefan Leonhardsberger und der Augsburger Martin Schmid, die zudem für beste Unterhaltung auf der Bühne sorgten. Souverän durch den Abend führte BR-Moderatorin Brigitte Theile.
Innerhalb von zehn Jahren hat sich der Augsburger Medienpreis zu einer Premiummarke entwickelt und gilt zwischenzeitlich als  geschätzter Bestandteil der Augsburger Medienlandschaft – ein Seismograph des medialen Schaffens mit Strahlkraft über Augsburg hinaus. „Hier geht es um Kreativität und Originalität, es geht um die Fähigkeit, Neues zu denken und Überraschendes zu wagen“, sagt der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder. „Die Medienlandschaft in Bayerisch-Schwaben lebt!“

Außergewöhnliches in Wort, Bild und Ton

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl resümiert in seinem Grußwort: „Außergewöhnlich ist nicht Mainstream, sondern kreativ und mutig. Mutig, vorangegangene Pfade zu verlassen und Neues zu entdecken. Mit viel Engagement, Liebe fürs Detail und Herzblut Geschichten von Menschen für Menschen zu erzählen, politisch aufzuklären, gesetzte Raster zu erweitern und Blickwinkel zu verändern.“

Geballtes Engagement

Im Vorfeld war jeder aufgerufen, Medienmacherinnen und Medienmacher in den Kategorien Wort, Bild und Ton zu nominieren. Aus dieser Vielfalt der Einreichungen – insgesamt waren es 150 unterschiedliche Werke – hat unsere hochkarätige Jury gesichtet, bewertet und zum Schluss die drei Besten für den Medienpreis prämiert. „Ein herzliches Danke an das 20-köpfige Organisationsteam rund um Projektleiter Gerhard Ruff, die dieses Biennale-Projekt in unzähligen ehrenamtlichen Stunden realisiert hat. Eiko Trausch, der Vorstand des Medienforums Augsburg e.V. lobt die außergewöhnliche und r tatkräftige Unterstützung der Medienpartner und Sponsoren.

Was vor zehn Jahren mit einer Idee begonnen hat, ist jetzt eine feste Größe im Augsburger Jahreskalender geworden. Früher war die Aufgabenstellung für die Einreichungen „Bringe Augsburg in die Welt“, heute bringt der Medienpreis selbst Augsburg in die Welt.“ Aus der einstigen Vision, den gemeinsamen Lebens- und Schaffensmittelpunkt mit dem Potenzial der Medien und der Kreativität der Augsburger BürgerInnen zu stärken, hat sich längst ein reales Leuchtturmprojekt entwickelt.

Ausgezeichnet wurden folgende Preisträger:

Kategorie Bild: Der 1. Preis geht an Fotograf Daniel Biskup

In der Kategorie Bild überzeugte Daniel Biskup: ein Ausnahme-Fotojournalist mit dem Blick für Würde und Details. Für die Jury war er einstimmig der Gewinner in der Kategorie Wort. „Daniel Biskup versteht es gerade in der heutigen Zeit, das Medium Bild auf hochkarätige Weise zu gestalten und zu kommunizieren. Seine Werke sind international anerkannt und in namenhaften Sammlungen ausgestellt, darunter im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Bekannt ist er für seine Porträts von Prominenten, die er weltweit vor die Linse holt. Und er macht noch Motive ohne technische Hilfsmittel und Bildbearbeitungsprogramme mit einer außergewöhnlichen Perspektive und Darstellung“, so die Journalistin Marion Buk-Kluger bei ihrer Laudatio.

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Auch Ausnahmefotograf Daniel Biskup wurde ausgezeichnet. Die Laudatio hielt „Kleo“ Marion Buk-Kluger. Flankiert werden die beiden von Eiko Trausch und Gerhard Ruff (Vorstand Medienforum)

Zu den weiteren Finalisten zählen „Der Greif“, eine bildgewaltige Verbindung des Digitalen mit dem Analogen, das von hiesigen Designstudenten ins Leben gerufen wurde, sowie David Helmut, ein Augsburger Filmemacher mit Hollywood-Ambitionen.

Kategorie Wort: Der 1. Preis geht an Medienmacher Wolfgang Oberressl

„Eine Demokratie lebt von freier Meinungsäußerung, vom offenen und mutigen Wort. Dieses Verständnis zusammen mit Rückgrat und Herzblut verkörpert der Journalist, Herausgeber und Verleger Wolfgang Oberressl“, so Laudator Eiko Trausch bei der Preisverleihung. Seit über einem Jahrzehnt gibt er seinen Lesern mit dem Magazin edition:schwaben eine Orientierung für die wichtigen Themen Schwabens aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Dafür erhielt er bereits den Bay. Printmedienpreis 2010. „Besondere Verantwortung hat jeder Journalist – gerade in Zeiten von Fake News und Alternativen Fakten – zu fundiert recherchierten Berichten. Ein Medienschaffender, der sich dieser Herausforderung immer wieder aufs Neue annimmt, ist Wolfgang Oberressl. Mit seinen umfassenden Einblicken in Politik, Kultur und die schwäbische Wirtschaft, geht er den Dingen auf den Grund. Dabei schreckt er nicht davor zurück, auch komplexe Themen aufzugreifen und zu hinterfragen. Dafür gebührt ihm der Augsburger Medienpreis 2018 in der Kategorie Wort.“

Weitere Finalisten in der Kategorie Wort sind Reporterin Judith Zacher, die mit ihrer mitreißenden Geschichte zweier Frauen in einem Kinderheim ihre Misshandlungen aufdeckte, und Radio Reese, wo Jugendliche verschiedenster Herkunft die wertvolle Möglichkeit bekommen, zusammen gute Medienarbeit sowie einen Beitrag für das gegenseitige Verständnis und des gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Sie geben ihrer Generation eine Stimme!

Kategorie Ton: Der 1. Preis geht an Dominik Scherer

Er ist ein Ausnahmentalent. Verwurzelt in Augsburg, doch zuhause auf den Musikbühnen der Welt. „Dominik Scherer ist ein künstlerisches Ausnahmetalent aus Augsburg, der nicht nur eine eigene Musikschule betreibt, sondern auch als Musikproduzent und Berufsmusiker Einzigartiges schafft. Darüber, wie über seine aktuellen Schlagzeug-Videoproduktionen, berichtet nicht nur regionale Presse. Längst sind etwa auch Medienkanäle von ProSieben auf ihn aufmerksam geworden. Als Musiker mit etlichen Augsburger & Berliner Bands und hochkarätiges Aushängeschild Augsburgs, soll er für kreative Arbeit mit dem Medienpreis belohnt werden“, so Laudator und Jurymitglied Werner Lengenfelder.

Weitere Finalisten waren Tim Allhoff, der Augsburger Jazz-Virtuose mit Medientalent und Heimatverbundenheit, und die Augsburger Kegelbahnkonzerte, die die vielseitige Kultur- und Musikszene im Retro-Charme aufblühen lassen und damit Künstler fördern sowie Augsburg als Medienmetropole nachhaltig stärken.

Der Sonderpreis geht an Filmkomponist Ralf Wengenmayr

Der waschechte Augsburger bringt Augsburg wahrlich in die Welt! „Seine Kunst sprengt alle Grenzen – mit seinen preisgekrönten musikalischen Interpretationen berührte Ralf Wengenmayr schon Millionen Kinobesucher. So sorgt der Augsburger nicht nur für ein Gänsehaut-Erlebnis bei deutschen und internationalen Filmproduktionen. Vielmehr bringt er mit seiner Musik Augsburg in die Welt, als Ausnahme-Medienmacher und Kreativ-Botschafter der hiesigen Medienlandschaft“, so die Begründung der Jury.

Große Momente bei der Medienpreis-Gala!

Die Laudatio auf Ralf Wengenmayr hielt Deutschlands erfolgreicher Regisseur und Schauspieler Michael Bully Herbig, der mit großem Beifall empfangen wurde.

Vor knapp 20 Jahren lernten sich Ralf Wengenmayr und Michael Bully Herbig kennen und stellten schnell fest, dass sie auf der gleichen Wellenlänge liegen: Das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Ralf Wengenmayr ist ein Augsburger Filmkomponist mit zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen. Die meisten haben den „Schuh des Manitu“ mehr als einmal im Kino gesehen, den ersten und erfolgreichsten Film von Michael „Bully“ Herbig – Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller in einem. Der Erfolg eines Films steht und fällt jedoch mit dem Sound. Denn es braucht viel mehr als witzige Dialoge, eine perfekte Ausstattung und begnadete Schauspieler. Wer ins Kino geht, will große Momente erleben. Die Tränen sollen über die Wangen kullern, die Haare zu Berge stehen, man möchte viel lachen. All das klappt aber nur mit der richtigen Filmmusik. Und das kann Ralf Wengenmayr perfekt.

Und eines hat Bully den Gästen des Medienpreises noch verraten: Im Moment arbeitet Wengenmayr an der Filmmusik zu Bullys neuem Film „Ballon“, der am 27. September in die Kinos kommt. Man darf also gespannt sein!