Die von der Staatsanwaltschaft München I und dem Bayerischen Landeskriminalamt geführten Ermittlungen zum Amoklauf am 22.07.16 in München werden weiterhin mit Hochdruck fortgeführt. Die eingerichtete Sonderkommission OEZ bearbeitet aktuell ca. 1750 Hinweise. Mittlerweile wurden auch mehr als 1000 Dateien in das Upload-Portal der Bayerischen Polizei geladen.

Trauernde Menschen an einem Meer von Blumen und Kerzen vor dem OEZ in München. | Foto: Bruder
Trauernde Menschen an einem Meer von Blumen und Kerzen vor dem OEZ in München. | Foto: Bruder

Zur Rekonstruktion der Täterbewegung wurde neben der Auswertung der Videoaufnahmen, Aufnahmen von Zeugen und Zeugenaussagen, erneut auch ein Mantrailer-Hund eingesetzt. Dieser zeigte einen Aufenthalt des Täters im Nahbereich des Ortes an, wo dieser sich selbst erschossen hat. Zeugenaussagen haben den Aufenthalt des 18-jährigen Deutsch-Iraners ebenfalls in diesem Bereich bestätigt.Der Hund zeigte zudem auch eine Spur in einem dortigen Tiefgaragenkomplex, weswegen spezifische Hausbefragungen durchgeführt werden. In den Medien wird umfangreich über viele Einzelheiten dieser Tat spekuliert. Die Ermittlungsbehörden können derzeit nicht zu jeder dieser Spekulationen Stellung nehmen. Jedoch gibt es einige Erkenntnisse, die plausible Erklärungen für Situationen und Verhalten geben können.

So wurde der Urheber des Videos bereits vernommen, welches den Täter beim Verlassen des Schnellrestaurants zeigt. Hier handelt es sich um einen zufällig am Tatort anwesenden Münchner, der seine Handykamera einschaltete, als er die Schreie und Schüsse hörte. Er meldete sich danach auch selbst bei der Polizei.

Ebenso ist geklärt, dass der 18-Jährige auf diesem Foto ein anderes T-Shirt trug, als bei seinem Auffinden. Er trug zur Tatzeit zwei T-Shirts übereinander, das oben getragene versteckte er in seinem Rucksack, wo es auch sichergestellt werden konnte. Wo er das T-Shirt auszog, ist noch nicht bekannt.