Der Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich begrüßt bundesweiten Aktionstag der muslimischen Gemeinden gegen Hass und bedauert das Ausbleiben in Augsburg. Ullrich wendet sich in einem offenen Brief an den Dachverband türkischer Vereine in Augsburg.

Dr. Volker Ullrich sprach auch bei der Kundgebung für verfolgte Christen am vergangenen Wochenende.
Dr. Volker Ullrich sprach auch bei der Kundgebung für verfolgte Christen am vergangenen Wochenende.

Er lädt in einem offenen Brief den Dachverband türkischer Vereine ein, mit der jüdischen Gemeinden, den christlichen Kirchen und der Zivilgesellschaft in den Dialog zu treten, um ein deutliches Zeichen gegen die Instrumentalisierung von Religion, gegen Völkermord und gegen Hass zu setzen.

Ullrich begrüßt den von muslimischen Gemeinden durchgeführten bundesweiten Aktionstag gegen Hass und Gewalt. „Dies ist ein gutes Zeichen in den schwierigen Zeiten, die wir durchleben. Es ist auch im Interesse der Muslime, deutlich zu zeigen, dass in Augsburg lebende Muslime sich aktiv gegen Völkermord und gegen Gewalt eintreten“.

Ullrich bedauert, „dass gerade in der Friedensstadt Augsburg, die für den Dialog zwischen den Religionen stehe wie kaum eine andere Stadt keine Kundgebung stattfindet“. Vor einigen Wochen haben Großteils junge Muslime auf dem Rathausplatz gegen den Krieg im Nahen Osten gegen die israelische Politik vereinzelt mit antisemitischen Äußerungen demonstriert. „Besonders vor diesem Hintergrund wäre eine Aktion in Augsburg wichtig gewesen, in der ein deutliches Zeichen gegen den Missbrauch der Religion und auch gegen die immer stärker werdenden Radikalisierungstendenzen junger Muslime gesetzt wird“, so Ullrich.

In seinem offenen Brief an Zafer Keles, dem Vertreter des Dachverbandes der türkischen Vereine in Augsburg, sagt er: