Ulm | 14-Jährige an Halloween vergewaltigt – Angeklagte schweigen

Fünf junge Männer sollen eine 14-Jährige an Halloween betäubt und vergewaltigt haben – zu Beginn des Prozesses um die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung haben sie vor dem Landgericht Ulm geschwiegen. Die Angeklagten wollten am Donnerstag weder zur Tat noch zu ihren Lebensläufen Angaben machen.

Die Verhandlung endete nach kurzer Zeit und soll am 20. Juli fortgesetzt werden. Den jungen Männern zwischen 15 und 27 Jahren wird vorgeworfen, die Schülerin Ende Oktober 2019 im Illertal mit Betäubungsmitteln wehrlos gemacht zu haben. Michael Bischofberger, Oberstaatsanwalt «Nach den Schilderungen der Geschädigten wurde sie in der Folge innerhalb eines Tages in neun Fällen von unterschiedlichen Männern dort vergewaltigt. Das ist eine Sache der Hauptverhandlung zu klären, was sich tatsächlich ereignet hat.»

Vier der Männer sollen sich laut Staatsanwaltschaft an ihr vergangen haben. Den angeklagten Asylbewerbern aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak wird mehrfache Vergewaltigung oder Beteiligung vorgeworfen. Für den Prozess sind bis November insgesamt 13 Verhandlungstage angesetzt. 28 Zeugen sollen gehört werden. Die Schülerin hat sich dem Verfahren als Nebenklägerin angeschlossen.