Ulmer Basketballer kämpfen um Heimrecht für das EuroCup-Achtelfinale

Das Weiterkommen hat sich ratiopharm ulm bereits am 16. Spieltag gesichert. Nun geht es für die Mannschaft von Anton Gavel, um ein Heimspiel in der K.O.-Phase des 7DAYS EuroCup. Tip-off ist am Mittwochabend um 19:30 Uhr in der ratiopharm arena. 

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Foto: PM BBU

Eine Partie, die in die Kategorie „kleines Endspiel“ gehört. Nach dem 85:78-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Bourg en Bresse ist bei einem Sieg über U-BT Cluj-Napoca am letzten Spieltag das Heimrecht gesichert. Während Prometey Slobozhanske und Joventut Badalona Platz eins und zwei belegen, kämpfen im Feld dahinter auch Panevezys und Venedig um das Heimrecht im Achtelfinale. Mit einem Sieg wäre für die Uuulmer auf alle Fälle Platz drei und damit eine gute Ausgangsposition für die Endrunde im EuroCup gesichert. Ein weiteres Highlight am Abend ereignet sich abseits des Spielfelds – Nach beeindruckender Resonanz auf den ersten Aktionstag “Ehrenplatz für Ehrenamt” folgt der zweite Teil und krönende Abschluss. Wieder begrüßt ratiopharm ulm erneut tausende Helferinnen und Helfer aus der Region auf den Tribünen: „Diese Unterstützung wünscht man sich, dafür spielen wir Basketball und dementsprechend freuen wir uns auf diese Kulisse. Wir wissen um die Wichtigkeit dieses Spiels und Gefährlichkeit des Gegners, demnach brauchen wir die Zuschauer im Rücken“, freut sich Trainer Anton Gavel auf die einzigartige Atmosphäre. Gemeinsam mit „engagiert für ulm“, der Ehrenamtsbörse Neu-Ulm“ und der „Freiwilligenagentur Hand in Hand“ wurden im Rahmen der Kampagne „Ehrenplatz für Ehrenamt“ aus insgesamt 454 Vereinen und gemeinnützigen Organisationen tausende, ehrenamtlich tätige Menschen zum Heimspiel eingeladen. 

Das Duell der Nationalmannschaftskollegen – brasilianische Legionäre unter sich 
Für das Ulmer Brasilien-Duo Yago Dos Santos und Bruno Cabcolo ist es das Wiedersehen mit einem bekannten Gesicht: Vor genau 30 Tagen noch gemeinsam für die anstehende Weltmeisterschaft qualifiziert, zählte auch Topscorer Leonardo Meindl zur brasilianischen Auswahl. Für Cluj ist der Power Forward nicht wegzudenken, absolvierte alle 17 EuroCup-Spiele und ging dabei mit 14,7 Punkten voran. Bei starken Quoten aus dem Feld (59,2%/37,7%) ist der 1,98m Mann auch für seine Stärke beim Rebound bekannt (6,0). Aber auch Ulmer Big-Man Bruno Caboclo ist in der Zone präsent, holt 6,9 Rebounds, darunter 2,5 am offensiven Brett. Im Abschluss in Korb nähe zeigt sich der Big-Man enorm effizient, trifft 70,1% (2-Pkt.) aus dem Feld und kommt im Schnitt auf 18 Punkte. Unterstützt und häufig in Szene gesetzt von Spielmacher und Freund Yago Dos Santos, der 12,6 Punkte und 6,1 Assists auflegt – damit der drittbeste Passgeber im EuroCup. 

Der letzte Tanz 
Während es bei den Ulmern um die gute Ausgangsposition geht, war für Cluj spätestens mit der Auswärtsniederlage in Badalona am 15.Spieltag das Ausscheiden besiegelt. In der Debütsaison im EuroCup ließ die Mannschaft von Mihai Silvasan dennoch einige Male aufhorchen, etwa beim 98:82-Hinspielerfolg über die Titelkandidaten aus Badalona. In der ersten Begegnung kurz vor Weihnachten erkämpften sich die Ulmer mit einer spektakulären Aufholjagd einen Last-Minute-Sieg (81:84). Erfolgsgarant damals: Co-Kapitän Robin Christen. Mit höchster Effizienz (26 Pkt- 100% FG) und starker Dreierquote (5/5 3P) führte der Routinier seine Mannschaft zum Sieg in der Bt-Arena. Stichwort Effizienz – die Rumänen treffen in der Zone und aus der Mitteldistanz mit 61,3% hochprozentig (Bestwert im Wettbewerb). Mit im Schnitt 85,1 Punkten gehört der amtierende rumänische Meister zu den fünf offensivstärksten Teams im Wettbewerb. Zudem sprechen durchschnittlich 20 Assists für eine mannschaftsdienliche und passfreudige Spielidee. Neben Topscorer Leonardo Meindl ist Center Andrija Stipanovic für Punkte hauptverantwortlich. Der Kroate agiert mit 70,4% innerhalb der Zone effizient, legt demnach 12,1 Punkte auf. Auf der anderen Seite des Spielfeldes lässt man mit 89,2 Punkten allerdings auch die zweitmeisten zu. Gegnerische Mannschaften verwandeln gegen Cluj zu 39,4 % den Wurf von außen, das ist der drittschlechteste Wert einer Defense in dieser Kategorie. 

Head Coach Anton Gavel: „„Solche Spiele sind immer schwierig – dies zeigte zuletzt auch die Partie gegen Ljubljana, das gerade offensiv unbekümmert auftrat und die Partie bis zum Ende eng hielt. Umso befreiter eine Mannschaft aufspielen kann, desto gefährlicher kann es werden. Cluj hat keinen Druck und will den Wettbewerb sicherlich mit einem Erfolgserlebnis beenden. Das macht für uns die Aufgabe am Mittwoch nicht einfacher.“