ratiopharm ulm setzt sich bei den MLP Academics Heidelberg nach Overtime mit 106:96 durch und fährt damit den zweiten BBL-Erfolg ein.

Nachdem das Team von Anton Gavel stark in die Partie gestartet war und zur Pause mit 14 Punkten führte, folgte ein durchwachsenes drittes Viertel, das die Ulmer erst sehr spät wieder korrigieren konnten und sich schließlich über die Overtime zum zweiten Sieg auf nationalem Parkett kämpften. Während Heidelberg die ersten Punkte des Spiels markieren konnte, waren es zunächst die Ulmer, die sich einen ersten größeren Vorsprung erarbeiteten (4:8,).

 

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Foto: BBU

In der Folge blieben Würfe ohne Erfolg und auch die Turnover des Heimteams konnten nicht konsequent genug bestrafen werden, sodass sich die Partie zu Beginn offen gestaltete. Mit seinem ersten Wurf kam der 18-jährige Tobias Brahe Jensen zu seinen ersten BBL-Punkten und trug mit einem von zwei schnellen Dreiern zum 8:0-Lauf bei (14:22, 7.). Im Anschluss wurde offensiv der ein oder andere Rebound gewährt, was Heidelberg mit Punktegarant Eric Washington zu nutzen wusste (21:24). Auch im zweiten Viertel legte Heidelberg wieder besser los. Während Ulm offensiv kurzzeitig den Faden verlor, verkürzten die Gastgeber ihren Rückstand und kamen zum Ausgleich (28:28, 13.). Doch es folgte die postwendende Antwort: Kapitän Thommy Klepeisz durchbrach die kleine Durststrecke von außen. Danach entschlossen in den eigenen Aktionen und von zahlreichen Turnovern der Gastgeber profitierend (15:4-1.HZ), setzten sich die Uuulmer erstmals weiter ab. Fünf Zähler in Serie von Yago Mateus Dos Santos brachten die erste zweistellige Führung (30:41, 16.), die im weiteren Verlauf ausgebaut werden konnte. Mit einem komfortablen Vorsprung von 14 Zähler ging das Team von Anton Gavel in die Pause-Halbzeitstand 35:49.

Zurück aus der Kabine verloren die Ulmer auf beiden Seiten des Feldes den Faden. Angeführt vom ehemaligen Ulmer Max Ugrai (16 Pkt-2.HZ) pirschte sich das Team von Joonas Iisalo energisch heran. Bereits nach vier Minuten an der Teamfoulgrenze und zunehmend leichtsinniger, gewährte Ulm abermals viele Rebounds, schenkte in der Vorwärtsbewegung hektisch zahlreiche Bälle her. Mit der Halle im Rücken und dem Momentum auf der eigenen Seite folgte ein 11:0-Run, der die Gastgeber auf vier Punkte heranbrachte (49:53, 25.). Die folgerichtige Konsequenz nach erfolglosen Entlastungsversuchen der Ulmer-ein Führungswechsel zum Ende des dritten Abschnitts (61:60,29.). Im Schlussviertel war es dann einmal mehr Max Ugrai, der mit fünf schnellen Punkten am Vorsprung schraubte (69:64). Vor allem durch erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe definierte sich Heidelberg in dieser Phase. Die Ulmer, immer um eine Antwort bemüht, besaßen in dieser Phase nicht das Glück des Tüchtigen. Und während offensiv wenig klappte, kamen auch leichtsinnige Turnover hinzu, die in der höchsten Heidelberger Führung mündeten (83:73,35.). Nach einer Auszeit von Headcoach Anton Gavel sorgte ein stark aufgelegter Nicolas Bretzel mit wichtigen Punkten für Hoffnung. Durch einen Klepeisz-Dreier, wichtige Stops und eine Energieaktion von Karim Jallow kam das Team zum Ausgleich (88:88). Mit der Chance, dass Spiel zu entscheiden, fand ein wilder Wurf nicht sein Ziel. Es grüßte abermals die Overtime. Eröffnet durch einen Dreier von Thommy Klepeisz, ließen seine Mitspieler weitere drei erfolgreiche Würfe von außen folgen (94:100, 43.). Am Ende steht ein 106:96-Sieg über die MLP Academics Heidelberg.

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Headcoach Anton Gavel: „Wir sind glücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Im dritten Viertel haben wir defensiv kein Konzept gefunden und auch viele Turnover gehabt, wodurch die Heidelberger wieder zurück ins Spiel gekommen sind. Zu diesem Zeitpunkt hat es auf dem Papier so ausgesehen wie in den letzten Spielen, die wir dann verloren haben. Im vierten Viertel haben wir dann entscheidende Stops generiert und uns in die Verlängerung gerettet. Ende des vierten Viertels und in der Overtime war es sicherlich entscheidend, dass wir die Pick´n Pop-Situationen mit Ugrai und Davis lösen konnten. Wir steigern uns kontinuierlich und deshalb ist jeder Erfolg enorm wichtig für unsere junge Mannschaft“