Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt die Enteignung privater Wohnungsunternehmen ab. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der „Welt am Sonntag“. Demnach halten 70 Prozent der Befragten die zwangsweise Verstaatlichung von Mietwohnungen nicht für geeignet, um für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. umfrage-mehrheit-gegen-enteignungen-von-wohnungsunternehmen Umfrage: Mehrheit gegen Enteignungen von Wohnungsunternehmen Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen 43 90 Auftrag Befragung Einsatz Es Grundstücke Mieten Mieter Mietpreisbremse Neubau richtig Umfrage Unternehmen Wohngeld Wohnungen | Presse AugsburgDächer von Berlin-Kreuzberg, über dts Nachrichtenagentur

Lediglich 23 Prozent der Befragten bezeichneten eine solche Maßnahme als „gut“ oder „sehr gut“. Der Neubau von Sozialwohnungen hingegen wird von einer überwiegenden Mehrheit positiv gesehen. Auf die Frage „wie gut ist diese Maßnahme geeignet, Wohnraum bezahlbar zu halten“, stimmten 90 Prozent mit „sehr gut“ oder „gut“ zu, wenn der Neubau von preisgebundenem Wohnraum genannt wurde.

Mehr Wohngeld halten der Umfrage zufolge nur 29 Prozent für ein „sehr gutes“ Mittel zur Sicherung bezahlbarer Wohnungen, immerhin 46 Prozent finden höhere Mietzuschüsse aber noch „gut“. Die Umfrageteilnehmer wurden gezielt nach Maßnahmen gefragt, mit denen Staat und Gesetzgeber für günstigen Wohnraum sorgen könnten. Eine härtere Mietpreisregulierung stieß auf große Zustimmung. Immerhin 84 Prozent der Befragten verlangen vom Staat, dafür zur sorgen, „dass die Mieten vorübergehend nicht stärker steigen als die Inflation“, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Auch eine strengere Mietpreisbremse wird positiv gesehen. „Preissteigerungen bei Mieterwechsel durch die Mietpreisbremse stärker zu begrenzen und kontrollieren“ halten 80 Prozent für „sehr gut“ oder „gut“ geeignet, um Wohnraum bezahlbar zu halten. Geht es dagegen um den direkten Einsatz öffentlicher Gelder, sind die Bürger skeptischer. Privaten Wohnungsbau steuerlich stärker zu fördern, halten 73 Prozent für richtig.