Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), António Guterres, hat eindringlich mehr Anstrengungen beim Klimaschutz gefordert: Er mahnte CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050 und einen Umbau der Steuersysteme an, um den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu senken. „Wenn wir den Menschen jetzt sagen, ihr sollt noch mehr Steuern zahlen, werden sie das ablehnen“, sagte Guterres der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Aber wenn man „zum Beispiel die Einkommenssteuer senken und als Ausgleich eine Kohlenstoff-Steuer erheben“ wolle, hätte „niemand weniger Geld in der Tasche“, so der UN-Generalsekretär weiter. Fahne vor den Vereinten Nationen (UN), über dts Nachrichtenagentur

Er verschreibe sich dem Klimathema „mit Haut und Haaren“. Die Vereinten Nationen würden die Führungsrolle in der Klimadebatte übernehmen, „da bin ich wild entschlossen“. Es handele sich um das bestimmende Thema dieser Zeit, „und hat absolute Priorität“.

Der UN-Generalsekretär beklagte die „Lähmung des Sicherheitsrats in sehr vielen Krisen der Welt“ als ein „ernstes Problem“. Gleichzeitig sei die UN aber auch der wichtigste humanitäre Helfer in der Welt. Er müsse jeden Tag eine schwierige Balance finden zwischen Diplomatie und den Prinzipien der UN. Prinzipien dürfe man keinem seelenlosen Pragmatismus opfern. „Unsere Beziehungen werden diffuser. Dies ist nicht mehr die bipolare Welt, die wir kannten, aber es ist auch keine multipolare Welt. Es ist eine chaotische Welt“, so Guterres.