UNESCO zeichnet Lokale Agenda 21 Augsburg aus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Deutsche UNESCO-Kommission haben in diesem Jahr 100 herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung geehrt. Nach ihrer Auffassung leisten die 55 Lernorte, 36 Netzwerke und neun Kommunen einen beispielhaften Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland.

20.11.2019 Berlin: Auszeichnung von Bildungsinitiativen für nachhaltige
: Von links: Catrin Hannken (Deutsche UNESCO
Kommission), Sabine Rottmann (Büro für Nachhaltigkeit), Maria Brandenstein (Soziokratie Zentrum Augsburg), Tom Hecht
(Fachforum Verkehr), Walter Hirche (Deutsche UNESCO
Kommission) | Foto: Thomas Köhler/photothek.net
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Futurium Berlin. Im Bild: v.l. Dr. Catrin Hannken (BMBF), Sabine Rottmann, Maria Brandenstein und Tom Hecht (Lokale Agenda 21 Augsburg), Minister a.D. Walter Hirche (Internationaler Berater der Nationalen Plattform BNE, DUK). Foto: DUK/Thomas Müller

Die Jury sah auch in der Lokalen Agenda 21 Augsburg ein sehr aktives Netzwerk für die Bildung nachhaltiger Entwicklung. Ehrenamtliche Arbeitsgruppen und das städtische Büro für Nachhaltigkeit steuern gemeinsam den Augsburger Nachhaltigkeitsprozess in Augsburg, entwickeln und verfolgen ganzheitliche Ziele („Zukunftsleitlinien für Augsburg“) und verknüpfen viele die Akteure in der Stadt.

Die Jury würdigte besonders die vorbildhafte Jugendpartizipation: So sind etwa Jugendliche als Jury im Augsburger Zukunftspreis aktiv. Das Agendaforum Green Office wird von Jugendlichen und Studierenden geleitet.

„Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung. Bildung für nachhaltige Entwicklung versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen und das Leben in anderen Regionen der
Welt auswirken. Genau diese Fähigkeiten brauchen wir jetzt, um die Lücke zwischen dem Wissen über den Klimawandel und dem nötigen Handeln zu schließen“, so Umwelt- und Nachhaltigkeitsreferent Reiner Erben.

Stärken bündeln, gemeinsam handeln

Im Futurium in Berlin nahmen die ehrenamtlichen Agenda-Sprecher Maria Brandenstein und Tom Hecht sowie Sabine Rottmann vom Büro für Nachhaltigkeit die Auszeichnung entgegen. „Im Zentrum der Arbeit der Agenda steht die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Form von Veranstaltungen, Workshops, Diskussionen und der jährlich stattfindenden Zukunftstagung“, so Maria Brandenstein. „Um Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Bildungslandschaft zu verankern, braucht es starke Netzwerke, wie die Lokale Agenda 21 in Augsburg. Im Netzwerk können Akteure ihre Stärken bündeln, gemeinsam handeln, Partner gewinnen und voneinander lernen“, ergänzt Tom Hecht.