Am Freitagnachmittag ereignete sich auf der Autobahn A8 in Richtung München ein schwerer Verkehrsunfall, der eine mehrstündige Sperrung der Fahrbahn erforderlich machte. Ein 21-jähriger tschechischer Fahrer eines Kleintransporters versuchte, zwei nebeneinander fahrende Lastwagen zu überholen und kollidierte dabei mit dem schnelleren Fahrzeug eines 19-jährigen Autofahrers.
Verheerende Folgen eines Überholmanövers
Der Fahrer des Kleintransporters wechselte vom rechten auf den linken der drei Fahrstreifen, ohne den herannahenden Pkw zu bemerken. Trotz Notbremsung konnte der 19-Jährige einen Aufprall nicht vermeiden. Durch den heftigen Stoß verlor der Kleintransporter-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er streifte den Lastwagen auf dem mittleren Fahrstreifen und prallte schließlich gegen die Schutzplanke am rechten Fahrbahnrand.
Schäden und Verkehrsbehinderungen
Im Versuch, dem Unfall auszuweichen, streifte der Lkw einen weiteren Lkw und prallte gegen die Betongleitwand am linken Fahrbahnrand. Beide Fahrzeuge kamen quer zur Fahrbahn zum Stillstand und blockierten die komplette Fahrbahnbreite. Aus den aufgerissenen Tanks der Fahrzeuge trat Öl aus und verunreinigte die Straße auf mehreren hundert Metern. Die Feuerwehren aus Leipheim und Günzburg sicherten die Unfallstelle, während der Verkehr an der Anschlussstelle Günzburg umgeleitet wurde.
Rückstaus und hohe Schadenskosten
Der Unfall, der sich zu Beginn der Weihnachtsferien ereignete, führte schnell zu einem Rückstau von bis zu 15 Kilometern Länge. Auch die Umleitungsstrecken waren stark überlastet. Trotz der erheblichen Schäden, die 200.000 Euro überschreiten, und der aufwändigen Bergung der drei beschädigten Fahrzeuge gab es glücklicherweise keine Verletzten. Da der Fahrer des Kleintransporters in Deutschland keinen Wohnsitz hat, musste er die zu erwartende Geldbuße direkt an der Unfallstelle hinterlegen.



