Uni Augsburg | Bayerische Kabinett beschließt Interdisziplinäres Medizinisches Zentrum für Menschen mit Behinderung

Der Bayerische Ministerrat hat heute die Errichtung eines Interdisziplinären Medizinischen Zentrums für Menschen mit Behinderung (IMZMB) beschlossen. Es soll an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg angesiedelt werden.

uni_doering-manteufel Uni Augsburg | Bayerische Kabinett beschließt Interdisziplinäres Medizinisches Zentrum für Menschen mit Behinderung Augsburg Stadt Freizeit Gesundheit News Newsletter Politik IMZMB Interdisziplinäres Medizinisches Zentrum für Menschen mit Behinderung Markus Söder Prof. Dr. Marion Kiechle Prof. Dr. Martina Kadmon Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel Prof. Dr. Werner Schneider Uniklinik Augsburg Universität Augsburg | Presse Augsburg
Uni-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel freut sich darüber, dass das Konzept umgesetzt wird | Archivbild

Auf der Grundlage eines von der Universität Augsburg am 10. Juli 2018 beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst eingereichten Konzepts hat das bayerische Kabinett in seiner heutigen Sitzung die Errichtung eines Interdisziplinären Medizinischen Zentrums für Menschen mit Behinderung (IMZMB) an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg beschlossen und für dessen Aufbau 1,5 Millionen Euro sowie eine laufende jährliche Finanzierung von 1,6 Millionen Euro veranschlagt.  „Mit dieser konsequenten finanziellen Zusatzausstattung wird das IMZMB gut in die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg integriert werden und nicht nur regionale, sondern auch nationale und internationale Strahlkraft entfalten.“, betonte Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle.

Die Universität Augsburg möchte mit der Errichtung dieses Zentrums der gesellschaftlichen Verantwortung für eine verbesserte medizinische Versorgung von Menschen mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen gerecht werden. „Eine vertiefte medizinische Betreuung in Kombination mit der Erforschung innovativer und auch technologiegestützter Versorgungsformen von Menschen mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen fehlt deutschlandweit. Das von unserer Universität entwickelte Konzept“, so Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, „sieht ein interdisziplinäres medizinisches Zentrum zur Versorgung von Menschen mit Behinderung vor, dessen Strahlkraft sich über die Region hinaus deutschlandweit und auch international entfalten kann.“ . „Mit diesem einzigartigen interdisziplinären Modellprojekt erhält die medizinische Behandlung von Menschen mit Behinderung auch eine Verankerung in Wissenschaft und Forschung“, betonte auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder.

Enge Zusammenarbeit in interdisziplinärem Team

Das Zentrum soll laut Konzept in Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg eingebunden werden. Darüber hinaus sind auch Kooperationen mit weiteren Lehrstühlen und Zentren der Universität angedacht, etwa mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG). Denn „die Betreuung und medizinische Versorgung von Menschen mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen erfordern die enge Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team, in dem Sozialpädagogen, Mitglieder der Pflegeberufe und Ärzte aus den unterschiedlichsten medizinischen Fachdisziplinen zusammenarbeiten“, so Prof. Dr. Werner Schneider, Vizepräsident der Universität Augsburg und ZIG-Vorstandsmitglied.

„Da wir ab 2019 in Augsburg ohnehin neue medizinische Forschungs- und Lehrstrukturen schaffen werden, können wir gleichzeitig mit dem Bereich der Versorgung behinderter und chronisch kranker Menschen den bestehenden dringenden Bedarf adressieren,“ so Wissenschaftsministerin  Kiechle.

Kooperative Strukturen zwischen Forschung, Pflege und ärztlicher Praxis

Von großer Relevanz sind außerdem vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit dem Krankenhaus Ursberg und dem Medizinischen Versorgungszentrum des Dominikus-Ringeisen-Werks in den Bereichen Forschung, Aus- und Weiterbildung. Wissenschaftliche Fragestellungen zu Versorgungsstrukturen in Diagnostik, Therapie und Behandlung von Patienten mit chronischen Einschränkungen und Behinderungen können in kooperativen Strukturen zwischen den Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lehrstühle und den Pflegenden und Ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen in Ursberg entwickelt und bearbeitet werden. „Eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und praktisch tätigen Ärztinnen und Ärzten bzw. Pflegenden erhöht die Relevanz der Forschungsprojekte und erleichtert und beschleunigt die Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis“, erläutert die Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Martina Kadmon.

AR/KPP