Uni Augsburg | Studierende beim Festakt zur Gründung der Medizinischen Fakultät außen vor

Am Freitag, den 02.12.16, fand an der Universität Augsburg der feierliche Festakt zur Gründung der Medizinischen Fakultät statt. Während der Veranstaltung kam es zu einer störenden Aktion von Studierenden. Nun äußert sich auch die Studierendenvertretung AStA zu diesem Tag. Auch sie fand das nicht alles richtig gelaufen ist. Allerdings von politischer Seite.

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Foto: Wolfgang Czech

 

Die Rede des Ministerpräsidenten Horst Seehofer wurde durch Studierende unterbrochen, die ihrem Ärger über die Flüchtlingspolitik der CSU Luft machten. Die Flyer, die von den Protestierenden verteilt wurden und in denen sie die Flüchtlingspolitik und besonders Horst Seehofers Rolle im Diskurs kritisierten, wurden nach Angaben der Augsburger Studierendenvertretung AStA von Mitarbeitern der Veranstaltung beschlagnahmt und vernichtet. Außerdem soll der Ton der Livestream-Übertragung der Veranstaltung während der Protestaktion herunter gedreht und auf eine Kameraeinstellung gewechselt, von der aus die Protestierenden nicht gesehen werden konnten.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden nach AStA-Angaben Personendurchsuchungen und unbegründete Platzverweise durch die Polizei durchgeführt, die ausschließlich auf Studierende abzielten. In mindestens zwei Fällen wurden ungerechtfertigt Hausverbote gegenüber gewählten Studierendenvertreter ausgesprochen.

„Die Studierendenvertretung sieht darin völlig unverhältnismäßige Maßnahmen der mit der Sicherheit betrauten Personen. Dies machte sehr deutlich, dass die Studierenden nicht willkommen waren, obwohl doch vorrangig ihnen das neue Studienangebot zu Gute kommen soll.“, heißt es in einer Erklärung der Studierendenvertretung.

Rund 650 geladene Gäste aus Medizin, Politik und Wirtschaft nahmen an der feierlichen Veranstaltung teil. In den Reden von Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Ministerpräsident Horst Seehofer wurde die Realisierung dieses Jahrhundertprojekts gelobt. Das festliche Rahmenprogramm wurde durch die beiden Musiker Prof. Linus Roth und José Gallardo abgerundet. „Die Zulassung einer größeren Anzahl von Studierendenvertreter im Hauptsaal seitens der Universität wäre ein schönes Zeichen für diesen festlichen Anlass gewesen. Stattdessen wurden die meisten gewählten Vertreter auf die Übertragung in den Neben-Hörsälen verwiesen und auch in den Redebeiträgen nicht adressiert.“, so die AStA.

pm/pa