Es ist so weit. Das Universitätsklinikum beginnt, seine Mitarbeiter gegen das Sars-COV-2-Virus zu impfen. Am Dienstag, 29. Dezember, werden in der Zeit von zehn bis 12 Uhr die ersten 20 Mitarbeiter der zentralen Notaufnahme den Wirkstoff gegen Covid-19 erhalten. Darunter ist auch der Leiter der Zentralen Notaufnahme, Priv.Doz. Dr. Markus Wehler.

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Im Landkreis Lindau wurde gestern mit der Impfung der vulnerablen Gruppen begonnen Foto: Landkreis Lindau

Einen Tag später, am Mittwoch, 30. Dezember, lassen sich 40 weitere Mitarbeiter der Notaufnahme sowie einer Covid-19-Station impfen. Alle Mitarbeiter sind entweder Ärzte oder Pflegekräfte. Damit folgt die Ärztliche Leitung des UKA einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), die spezielle Bereiche wie Notaufnahmen, Intensiv- oder onkologische Stationen für Krankenhäuser priorisiert hatte.

Wie bereits in einer früheren Pressemitteilung berichtet, wurde eine durch Corona leer stehende Station als Impfzentrum eingerichtet und ausgeschildert. Demnach ist der ehemalige Stützpunkt nun die Anmeldung für impfwillige Mitarbeiter, wo durch eine Medizinische Fachangestellte (MFA) die Registrierung und der Datenabgleich erfolgt. Zwei Ärzte vor Ort übernehmen das etwa zehnminütige Aufklärungsgespräch. In zwei entsprechend vorbereiteten Zimmern erfolgt die Impfung durch Impf-Ärzte des UKA. Unter den Mitarbeitern des UKA besteht eine große Bereitschaft, sich für das Impfen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird aus Datenschutzgründen auch darauf geachtet, dass der Impfarzt nicht in derselben Abteilung arbeitet wie der Impfling. Weitere Zimmer der Station stehen für die Überwachung bereit, in denen die Impflinge eine 30-minütige Ruhephase einhalten sollen. Zwei Pflegekräfte kümmern sich um die Mitarbeiter,  falls es Probleme gibt. Bei etwaigen Zwischenfällen ist für eine Notfallversorgung vor Ort gesorgt.

Der Impfstoff selbst wird von erfahrenen Apothekern und Pharmazeutisch Technischen Angestellten (PTA) aufbereitet und ist nach seiner Verdünnung sechs Stunden haltbar. Die Mitarbeiter des UKA werden ausschließlich am Haupthaus in Kriegshaber geimpft. Mitarbeiter vom Medizincampus Süd in Haunstetten müssen, wenn Sie an der Reihe sind, den Weg nach Kriegshaber auf sich nehmen.

Ines Lehmann