Universitätsklinikum Augsburg dankt Belegschaft mit verschiedenen Aktion für den Einsatz

Alle haben die Nase voll von diesem Virus. Kunstschaffende dürfen nicht spielen. Gastronomen niemanden bewirten. Enkel die Großeltern nicht treffen. Alles große Belastungen. Das spüren auch und vor allem die Mitarbeiter in Medizin und Pflege in den Krankenhäusern. Seit über einem Jahr führen sie einen aufopferungsvollen Kampf gegen die schlimmen Folgen der Corona-Infektion. Auch am Universitätsklinikum Augsburg (UKA) zeigt das Klinikpersonal auf den besonders belasteten Stationen deutliche Ermüdungserscheinungen.

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Hans Jenuwein, Fördergesellschaft, Jörg Roehring, UKA, Renate Linné, UKA, Max Strehle, Fördergesellschaft, Ekkehard Schmölz, Stadtmarketing, Susanne Arnold, UKA, Heinz Stinglwagner, Stadtmarketing (von links) präsentieren die Gutscheine für die Pflegemitarbeiter des UKA. Bild: Ulrich Wirth

Ein unscheinbarer Alu-Rollwagen kann manchmal so viel mehr sein als ein unscheinbarer Alu-Rollwagen. Dann nämlich, wenn Gutscheine im Wert von 125.000 Euro auf ihm liegen.

Ekkehard Schmölz und Heinz Stinglwagner von Stadtmarketing Augsburg übergaben heute die Gutscheine im Wert von jeweils 44 Euro an Pflegedirektorin Susanne Arnold, die die Gutscheine in den kommenden Wochen an die Pflegemitarbeiter weitergeben wird, die auf Covid- und benachbarten Stationen Tag für Tag vollen Einsatz für die Patienten zeigen.

Zuvor hatte Max Strehle, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Universitätsklinikums, in nur vier Wochen 125.000 Euro an Spenden eingesammelt und dem UKA überwiesen, um der Pflege seine Anerkennung und seinen Respekt in dieser herausfordernden Zeit zu erweisen.

Hoodies mit UKA-Logo für die Mitarbeiter

Hoodie Croped

Auch über die Gutscheinaktion hinaus versucht der Vorstand des UKA, ihren Mitarbeitenden mit verschiedenen Aktionen und Angeboten eine Freude zu machen und für Entlastung zu sorgen.

Besonders die Hoodie-Aktion zauberte allen Gewinnern ein glückliches Lächeln ins Gesicht, als sie ihren Kapuzenpulli – versehen mit UKA-Schriftzug und -Logo – in Empfang nahmen. Kurz zuvor wurden die Kolleginnen und Kollegen aufgefordert, sich per Mail um einen der 700 Hoodies zu bewerben. „Klasse Aktion“, „eine tolle Sache“, „voll die gute Qualität“ sind nur wenige von den vielen begeisterten Kommentaren.

Die vielleicht wichtigsten Angebote an die UKA-Mitarbeiter sind mit Abstand die Impfung und der täglich mögliche Test im Testzentrum sowie der Antikörper-Test. Von knapp 7.000 Mitarbeitern haben inzwischen 4.319 Mitarbeiter die Erst- und 4.195 Mitarbeiter die Zweitimpfung mit dem Vakzin von Biontech Pfizer erhalten (Stand: Mitte April). Auch Ursula Hahn-Seidl vom Betriebsärztlichen Dienst bestätigt, dass sich die Situation unter den Mitarbeitern seit dem umfangreichen Impfangebot zu entspannen beginnt.

Zusätzlich bietet das Universitätsklinikum eine Vielzahl an Angeboten zur Unterstützung der Mitarbeiter. Gerade in der Corona-Pandemie ist die psychologische Beratung ein sehr wichtiger Faktor.Hahn-Seidl bietet innerhalb des UKA Beratung und Coaching an für Mitarbeitende, die psychologische Unterstützung brauchen. Das war schon vor Corona so, mit der Pandemie aber hat sich die Lage deutlich verschärft und das Angebot wurde ausgeweitet. So wandten sich viele Kollegen an sie, „die das Gefühl hatten, von Corona regelrecht umzingelt zu sein“, erklärt die Sozialpädagogin. Und weiter: „Corona in der Arbeit, Corona zuhause, dazu sterbende Patienten, Null-Kontakt zu Familie und Angehörigen. Das kann sich draußen niemand so richtig vorstellen.“ Für akute psychische Notlagen gibt es außerdem das Angebot, mittels E-Mail Kontakt mit den geschulten Psychologen des benachbarten Bezirksklinikums aufzunehmen. „Diese Kollegen bekommen sofort Hilfe“, so Hahn-Seidl.

Weiterhin stehen den Mitarbeitern des UKA kostenfreie Kurse des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Verfügung. So werden beispielsweise „Yoga trotz Schichtdienst“ oder „Power Fit“ sehr gut angenommen und können durch das Online-Angebot mittels Vimeo auch von Kollegen im Schichtdienst gebucht werden.

Ines Lehmann