„Uns darf es nicht runterziehen“ | Die Stimmen nach der FCA-Heimniederlage gegen Wolfsburg

Der FC Augsburg musste heute im Spiel 1 nach der Corona-Pause gegen Wolfsburg dringend punkten. Daraus wurde nichts. Der 1:2-Treffer in der Nachspielzeit besiegelte die vierte Niederlage in Serie. Das haben die Beteiligten nach dem Spiel dazu gesagt.

2018-05-03-FCA-PK-Schalke-Luthe-–-07 "Uns darf es nicht runterziehen" | Die Stimmen nach der FCA-Heimniederlage gegen Wolfsburg FC Augsburg | Presse Augsburg
Archivfoto: Wolfgang Czech

Eduard Löwen: „Es war ein ausgeglichenes Spiel, daher ist die Last-Minute-Niederlage sehr schmerzhaft. Wir müssen uns für die Niederlage selbst die Schuld geben. Wir haben eine gute zweite Hälfte mit guten Ballstafetten gespielt, müssen aber die einfachen Fehler vermeiden und am Ende besser in die Zweikämpfe gehen.“

Andreas Luthe: „Wir haben ein gutes Heimspiel gemacht. Schade, dass das vermeintliche 2:1 für uns nicht gezählt hat, ansonsten hätten wir, glaube ich, gute Chancen gehabt, etwas mitzunehmen. Wir sind schwer reingekommen, das ist aber völlig verständlich, wenn man über Wochen unter schwierigen Bedingungen trainiert. Für das erste Spiel haben es beide Mannschaften gut gemacht, keiner hat sich verletzt, das ist erst einmal das Wichtigste. In den restlichen acht Spielen wollen wir so viele Punkte wie möglich holen. Wir waren heute als Mannschaft auf dem Platz, die zweite Hälfte war richtig gut. Das macht Mut.“

Tin Jedvaj: „Das späte Siegtor wird Wolfsburg sicherlich pushen, uns darf es aber nicht runterziehen. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten und den Kopf hochnehmen. In den nächsten Spielen müssen wir unsere Chancen suchen, um die nötigen Punkte so schnell wie möglich zu holen.“

Philipp Max: „Es war heute für alle das erste Mal in so einer Atmosphäre. Wir wollten uns heute von unserer besten Seite zeigen. In der ersten Hälfte haben wir uns schwergetan, in der zweiten haben wir es besser gemacht und wären fast in Führung gegangen. Wenn du in der Nachspielzeit noch das Gegentor bekommst, ist das natürlich extrem bitter. Bei einem Heimspiel freut man sich normalerweise immer auf die Zuschauer, das ist im Moment nicht möglich. Das ist natürlich ungewohnt.“

Tobias Zellner (Co-Trainer Augsburg): „Wir haben in der ersten Hälfte ein bisschen gebraucht, da war Wolfsburg uns überlegen. Nach der Halbzeit waren wir dann zunächst die bessere Mannschaft und hatten eine gute Phase, in der wir auch den Ausgleich gemacht haben. Der Führungstreffer wurde uns leider aberkannt. Für Wolfsburg war es ein Hallo-Wach-Effekt, uns hat das etwas den Stecker gezogen. Wolfsburg hatte kurz danach zwei gute Chancen, mein Eindruck war aber, dass es auf ein Unentschieden rausläuft. Leider haben wir uns in der Nachspielzeit in der Defensive nicht gut verhalten, sodass wir noch das Gegentor hinnehmen mussten.“

Oliver Glasner (Trainer Wolfsburg): „Wir sind sehr glücklich, dass wir nach dieser langen Pause mit einem Sieg gestartet sind. Wenn du am Ende noch ein Tor erzielst, ist es natürlich etwas glücklich, über 90 Minuten waren wir aber etwas gefährlicher. Wir hatten Glück, als der Treffer von Uduohai aberkannt wurde, im Großen und Ganzen hatten wir das Spiel aber im Griff. Die Reaktion meiner Mannschaft nach dem Ausgleich hat mir gut gefallen, wir haben dann noch einmal den Druck erhöht. Ich denke, der Sieg war verdient.“

Quelle: FC Augsburg