Unter anderem Sexbetrug | Das Amtsgericht hat entschieden

Am gestrigen Vormittag musste sich ein 45-jähriger Mann vor dem Augsburger Schöffengericht verantworten. In insgesamt zehn Fällen hatte er sich Waren und Dienstleistungen, unter anderem sexuelle Handlungen mit einem Minderjährigen, ergaunert. Jetzt wandert er ins Gefängnis.

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Symbolbild

Der Angeklagte kontaktierte auf einer einschlägigen Internetseite einen zur Tatzeit knapp 16-jährigen. Er gaukelte diesem vor, für sexuelle Handlungen 400,00 € bezahlen zu wollen. Die sexuellen Handlungen nahm er tatsächlich in Anspruch. Er überreichte dem Geschädigten dafür einen Barscheck für ein Konto, das nicht mehr existiert. Der Angeklagte musste sich daher vor dem Augsburger Schöffengericht gegen den Vorwurf des Betrugs verteidigen.

In weiteren neun Fällen bestellte der Angeklagte verschiedene Waren, vorzugsweise per Internet zu Preisen zwischen wenigen hundert Euro und bis zu 5.000,00 €, so beispielsweise ein Fernsehgerät sowie zwei fünfteilige Herrenanzüge, ein Herrenhemd sowie Telekommunikationsdienstleistungen und Mobilfunkanschlüsse. Der Angeklagte verwendete jeweils falsche Personalien und gab Konten an, die nicht existent sind. In einem Fall fälschte er auch eine Unterschrift. Die Kaufpreise blieb er wie von Anfang an geplant schuldig.

Nun musste sich der Mann aus Augsburg beim dortigen Amtsgericht für seine Taten verantworten. Die Anklage lautete auf Betrug in neun Fällen, in einem Fall mit Urkundenfälschung. Da das Gericht seine Schuld als belegt ansah, wurde der unter Bewährung stehende Mann unter Einbeziehung der Strafe aus einem anderen Urteil zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren vier Monaten und darüber hinaus zu einer weiteren Gesamtfreiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt.

In Summe muss der Angeklagte daher drei Jahre und einen Monat Haft antreten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.