Am vergangenen Wochenende haben mehrere Bürgerinnen und Bürger erneut Anrufe von Falschen Polizeibeamten bekommen. Dabei wurde auch ein neuer Modus Operandi angewandt.

In den meisten Fällen wurde vorgetäuscht, dass in der Nachbarschaft Einbrecher festgenommen worden seien. Bei diesen Einbrechern wäre eine Liste mit weiteren möglichen Einbruchsopfer aufgefunden worden. Um Wertgegenstände vor Diebstahl zu schützen, sollten diese Polizeibeamten übergeben und zur Sicherheit in amtliche Verwahrung gegeben werden. Die Angerufenen erkannten die Masche und gingen nicht auf die Gespräche ein bzw. beendeten diese sofort.

Die Betrugsmasche ist nicht neu und wird von Betrügern perfide angewandt und fortgeführt. Im Falle einer Unterallgäuer Seniorin gingen die Unbekannten besonders rücksichtlos vor.

Vergangene Woche erstatte die Frau Anzeige bei der Polizei, nachdem ein „Kriminalkommissar“ anrief und sie überredet hatte, 18.000 Euro bei einem Kreditinstitut abzuheben und an einen ihr unbekannten Abholer zu übergeben.

Noch am Tag der Anzeigenerstattung nahmen die Betrüger erneut Kontakt mit der Geschädigten auf. Obwohl die Frau die Unbekannten im Gespräch darauf hinwies, Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle erstattet zu haben, gelang es den Betrügern durch geschickte Gesprächsführung und Verunglimpfung der örtlichen Polizeiinspektion sie erneut davon zu überzeugen, 15.000 Euro abzuheben. Die Frau wurde instruiert, den Bargeldbetrag an einen Kurier zu übergeben. Letztendlich folgte sie den Anweisungen.

Als die Betrüger zwei Tage später erneut mit der Rentnerin telefonisch Kontakt aufnahmen und Geld forderten, wandte sie sich an die örtliche Polizeidienststelle. Eine weitere Geldübergabe konnte dadurch verhindert werden.