Unterallgäu | Sextäter wegen mehrfacher Vergewaltigung zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Die 1. Kammer des Memminger Landgerichts verurteilte gestern den 26 Jahre alten eritreischen Staatsangehörigen Ali A. zu einer mehrjährigen Haftstrafe. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er drei Frauen im Dezember letzten Jahres vergewaltigt, sexuell genötigt und auch verletzt hatte.

Richter Christian Liebhart fand deutliche Worte. „Weder gutes Zureden, noch körperliche Reaktionen von Angst und Panik, noch massive Gegenwehr gaben dem Angeklagten den Anstand, loszulassen“, zitiert die Abendzeitung aus der Urteilsverkündung gegen den den 26 Jahre alten eritreischen Staatsangehörigen Ali A.

14 Jahre Haft

Das Memminger Landgericht sah es als bewiesen an, dass es sich bei dem Mann um den Täter handelt, der im Dezember 2018 im Unterallgäu für viel Angst gesorgt hatte. Innerhalb von drei Tagen hatte er drei verschiedene Frauen vergewaltigt, eine weitere sexuell genötigt und die Opfer auch verletzt. Nun wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt. Eine anschließende Sicherungsverwahrung ist nicht ausgeschlossen. Mit diesem Schuldspruch ging das Gericht über die von der Staatsanwaltschaft geforderten 13 Jahre sogar noch hinaus. Ein Opfer, dass an posttraumatischen Störungen leidet, bekam zudem ein Schmerzensgeld von 15.000 Euro zugesprochen.

Beweise wogen schwer

Ali A. beteuerte bis zu Schluss seine Unschuld, versuchte das Gericht mit seinen Ausführungen davon zu überzeugen. Diese wertete die Ausführungen als Schutzbehauptungen, die Beweise gegen den 26-Jährigen wogen zu schwer. Unter anderem wurden seine DNA-Spuren an den Frauen aufgefunden.

Dies war geschehen

Am 03.12.2018 gegen 18.30 Uhr soll Ali A. in Egg an der Günz in der Nähe der Günzbrücke eine Spaziergängerin, die dort mit ihrem Hund unterwegs war, vergewaltigt haben. Ihr Innenschuh wurde später in der Wohnung des Mannes gefunden. Ein weiterer Indiz im gestern zu Ende gegangenen Prozess.

Am 05.12.2018 gegen 14.30 Uhr soll der Angeklagte in Babenhausen in einem Cafe die Damentoilette betreten haben um mit einer dort anwesenden Frau den Geschlechtsverkehr zu vollziehen, wozu es jedoch nicht kam, da es der Geschädigten gelang den Angeklagten wegzuschubsen und sich loszureißen.

Am 05.12.2018 gegen 15.30 Uhr soll der Angeklagte in Babenhausen im Bereich des Rothach-Weihers erneut eine Spaziergängerin angesprochen und anschließend vergewaltigt haben, wobei er ihr mehrfach an den Hals gegriffen und sie gewürgt haben soll.

Am 05.12.2018 gegen 16.50 Uhr soll der Angeschuldigte in der Nähe der Schillerstraße in Babenhausen erneut eine Frau angegriffen haben um sie zu vergewaltigen. Er soll hierbei brutal gegen die sich intensiv wehrende Geschädigte vorgegangen sein und sie unter anderem massiv gewürgt haben.

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